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Palästina · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Bericht der ICA für 1910
Date
1912-01-01
Page
Seite 17 (sequence 2)
Language
German
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gemeineren Interesses aus dem Bericht lassen wir nachstehend folgen. Manche Daten, wie Schüler- und Einwohnerzahl sind im Bericht nicht überall angegeben. Ehemalige Rothschild-Kolonien. Der Bericht sagt, daß der A< kerbau in Palästina wegen ungünstiger klimatischer Verhältnisse im Jahre 1910 nur mittelmäßige Resultate ergeben habe. Nur in den bezeichneten Kolonien waren die Ergebnisse dank den verbesserten Methoden im Durchschni t zufriedenstellend, wenn auch geringer als in vorhergehenden Jahren. Die Erträgniste der nichtbewässerten Pflanzungskulturen (Wein, Mandeln, Oliven) waren dagegen schlecht. G ücklicherweise haben die hohen Marktpreise, die zurzeit auf dem Weinmarkte herrschten, die durch die schlechte Ernte verursachten Verluste kaufmännisch teilweise wieder wettgemacht Die Weinbaugenossenschaft (Socieie Cooperative Vigneronne) verkaufte ihre Produkte zu höheren Preisen als je zuvor und ihre Bilanz wird einen erheblichen Gewinn aufweisen, sodaß sie für die Trauben der Ernte 1911 einen höheren Betrag zahlen kann. Die Orangenpflanzungcn, weiche in den letzten Jähren in den Kolonien bei Jaffa angelegt wurden, beginnen Früchte zu tragen und liefern ihren Besitzern erhebliche Einkünfte. In Rischon l e Z i o n war das Jahr besonders schlecht. Der Reinertrag von 1909 zu 70 000 Frs. fiel auf zirka 20X00 Frs. Doch sind die weiteren Aussichten günstig. Von den 1100 Dunam in Sarfend wurden 250 von den Kolonisten ku tiviert und 850 den Bauern von Sarfend gegen ein Fünftel der Ernte in Pa^ht gegeben. Der Ausfall war ungünstig. Die ICA, welche den Kolonisten bereits 45.000Frcs. geliehen hatte, um 2700 Dunam Ackerland in Sarfend zu kaufen, gab, um durch eine größere Fläche den „Mafruz" (die Aufteilung) zu erleichtern, noch einen Vorschuß von 15.000Frcs., wofür die Kolonisten wei;er Boden kaufen werden. Nach dem Mafruz in Sarfend wird die Kolonie Rischon mit Wadi-el-Chanin verbunden sein, das seinerseits bereits durch die Domäne Fersch mit Rechobot in Verbindung steht. An Stelle der Subvention, welche sonst Rischon von der ICA erhielt, überließ dieselbe bereits 1909 den Kolonisten die Ausbeute der Orangerie der Administration, eine Maßregel, die sich sehr gut bewährt hat. Der Nettoertr; g hievon betrug 33C0 Fis. Der Kolonist Abramowitz hat mit gutem Erfolge Geranium kultiviert. Zirka 20.000 kg Blätter gaben 20 kg Essenz, die zu 35 Frs. per Kiste verkauft wurde. Der Nettoertrag betrug 350 Frs. Die Schule war von 134 Schülern (50 Knaben und 84 Mädchen) besucht, der Kindergarten von 30 Knaben und 50 Mädchen, die Taltnud-Thoraschule von 46 Knaben. Die Bevölkerung Rischons betrug 856 Einwohner. In E k r o n waren trotz des schlechten Jahres die Erträgnisse fast unverändert, dank der durch sorgfältige Düngung erzielten Bodenverbesserung. Fünf Kolonisten von fünfunddreißig haben das Schemittahjahr beobachtet und ihre Terrains nicht bearbeitet, die übrigen dreißig, die auch sehr fromm sind, haben die Arbeiten von Eingeborenen besorgen lassen und dadurch erhöhte Ausgaben und verschiedene Unannehmlichkeiten mit 17

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