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Palästina · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Bericht der ICA für 1910
Date
1912-01-01
Page
Seite 19 (sequence 4)
Language
German
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Die Kolonien um T i b e r i a s haben zwar gleichfalls ein ungünstigeres Jahr hinter sich, aber vom moralischen Standpunkte aus zeigen sie einen entschiedenen Fortschritt. Sie sollten nur der Erhöhung der Viehzahl mehr Aufmerksamkeit zuwenden, somit auch dem Fuiterbau. In AI e s h a haben bei mehreren Kolonisten Feuersbrünste die ganzen Ernten zerstört. Infolgedessen haben sie eine Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit gegründet mit einer Prämie von 3%. Injemma, Daleika waren die Ernten schlecht. In Mein am ie war dagegen ein Mehrerträgnis zu verzeichnen. Im Jordantal wirkten die vielen Regengüsse günstig. Auch arbeiten die Kolonisten sehr gut und die Preise waren hoch (Weizen Frcs. 20.80 pro 100 kg gegen 18.80 in 1909). Die Baumwollkultur wurde fast vollständig autgegeben, da das betreffende Terrain schwer zu bewässern war. Auch kam die Pflückarbeit zu teuer. Die Genossenschaftskasse funktioniert gut. Die Domäne im Hauran ergab ein kleines Defizit. In G a 1 i 1 ä a, wo man infolge der Witterungsunbilden ein katastrophales Jahr erwartete, waren die Eigebnisse trotzdem mittelgut. In Rosch-Pinah (42 Kolonisten) war der Durchschnittsertrag pro Kolonisten 1100 Frs. für einen Kolonisten, der eigenes Gemüse, Eier, Milch hat und nicht in Miete ist, geniigen 800— 1C00 Frs. zum Leben. Einige Kolonisten, welche weniger arbeitsam und dazu nicht sparsam sind, werden die Kolonie verlassen müssen. Die Jugend hat große Vorliebe für die Landwirtschaft, die Mädchen beschäftigen sich mit Gärtnerei, gehen aber nicht auf die Felder. Die von der Phylioxera zerstörten Weinreben dürften durch andere Pflanzungen ersetzt werden. Die Schule besuchten 205 Kinder (1C6 Knaben, 99 Mädchen). Einwohnerzahl von Rosch-Pinah: 646. In Jessod Hamaalah haben nur 11 Kolonisten geaibeitet, 21 haben die Schemittah gehalten, was sie jetzt sehr bedauern. Trotzdem kann man sagen, daß diese Kolonie die beste von Galiläa ist. Die Aibeit ist am vollkommendsten. Der arabische Pflug wird fast nicht mehr verwendet, und vorzügliche Maschinen werden benutzt. Der Nutzen des Düngens ist dem Kolonisten bekannt. Die Schule wird von 56 Schülern besucht (24 Knaben, 32 Mädchen). Einwohnerzahl in Jessod Hamaalah: 203. In Metullah, der nördlichsten Kolonie, war die Ernte schlecht. Doch leben die Kolonisten sehr bescheiden. Die Kolonie, durch ihr gesundes Klima berühmt, fängt an, Sommerfrische zu werden, was den Kolonisten eine neue Einnahmsquelle erschließt. Schülerzahl 86 (37 Knaben, 49 Mädchen). Einwohnerzahl 309.. Die Kolonien der ICA. Wadi-el - Chanin. Die Kolonisten, deren Einnahmen gering sind, müssen dieselben dadurch vergrößern, daß sie sich als Aufseher 19

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