Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zum 7. Jahrgang, ein Rück- und Ausblick
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Landbau, von den neuen Kolonisations-Unternehmungen berichten und die Leser auffordern, sich selbst durch Anregungen aller Art für die Entwicklung des Landes verdient zu machen, denn, es ist wahrlich ein Verdienst, wenn wir für das Zukunftsland wirken. Die Zeit wird lehren, dass es nur an Menschen, an unternehmungslustigen und kapitalkräftigen Unternehmern fehlt, um das grosse Ziel, Palästina wirtschaftlich zu heben, zu erreichen. Das neue Palästina ist im Werden. Wir spüren den neuen Geist, der dort herrscht, von Ferne. Es wird von allen Hilfsgesellschaften viel getan für die geistige Hebung der Bevölkerung und dieser erste Schritt ist auch der beste für die weiteren Wege, die unternommen werden müssen, um dem einmal begonnenen Werke die Krone der Vollendung aufzusetzen. Nur langsam wird der Fortschritt zu verspüren sein. Viele wollen denselben nicht einmal in dem Wenigen anerkennen, das bereits erreicht worden ist und wettern mit Vehemenz gegen alle Bestrebungen, die darauf ausgehen, das Land zu heben. Sie lassen sich auch nicht gerne belehren, da es besser in ihren Kram passt, auf Palästina zu schimpfen und es herabzusetzen. Man lasse sie in ihrem alten Wahne und kämpfe nur weiter für Palästina. Helfen wir mit zur Gründung von höheren Schulen und Erziehungsanstalten, die jetzt die zionistische Leitung und der Hilfsverein der deutschen Juden gründen und aufhauen! Fördern wir die Kolonien durch Mittel zum richtigen Anbau und Betrieb, durch Absetzen ihrer Produkte infolge Export in die westlichen Länder. Lasset uns die Erzeugnisse des Landes, wie Wein, Orangen, Esrogim u. s. w. kaufen und verwerten! Diese direkte Förderung der Kolonisation ist ein gutes Mittel zur Anspornung der landwirtschaftlichen Arbeiter und bringt auch das notwendige Geld nach dem darbenden Vorderasien. Palästina, das Land der Chalukkah und der alten Leute, wird, wenn unsere Hoffnungen nicht trügen, bald das Land der Jugend sein. Es gibt bereits eine grosse Zahl Palästina-Forscher, die mit eisernem Fleisse für die Mittel sorgen, um neue Industrien einzuführen und billige Verkehrsmittel zu bringen. Es wird namentlich für junge Techniker und Industrielle Gelegenheit geboten werden, sich um das Land verdient zu machen und eine neue Heimat hier zu gründen. Männer wie Davis Trietsch, Dr. Ruppin u. A. werden die Jugend begeistern können, um als Pioniere der Arbeit in Palästina vorbildlich zu wirken. Der 3