Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Frage der Vereinigung der Arbeiterparteien ("Ichud")
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 587 (sequence 7)
- Language
- German
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587 städtische Produktivgehassenschaften ': mit nationalen Geldern ins Leben gerufen Werden, desto breiter wird auch der :Kreis der -Elemente' wer den, die in ihrer5 Einstellung den Mitglied Hapoet Hawaii* und der alten' Mitgliedersdüchf der - *• Adhdüth-Haäwödä ähneln;' Es-ist zwecklos, die tatsächlichen ideologischen Unterschiede Zwischen den Arbeitern durch unklare Pärteigebilde zu verwischen. Und auch die Arbeiterschaft, die heute und wohl auf absehbare Zeit hinaus in den Privatunternehtriung^n Beschäftigung findet, wird-auf die Dauer nur durch eine entsprechende Sozialpolitik beeinflußt werden können. Je mehr von den nationalen Behörden und Institutionen (in erster Reihe von der Zionistischen Organisation) auf den Ausbau einer Arbeiterschutzgesetzgebung acht -gelegt werden wird, je weiter deren Ifageieüz sowöhl -in die'Ordnung der Arbeitsverhältnisse, als auch in Schlichtung der Arbeitskonflikte reicht) desto mehr wird auch in den Massen: der- Arbeiterschaft die Einstellung erhalten und gepflegt werden können, mit der sie ins Land gekommen ist. Dann wird auch deren Absplitteruiig "von der einheitlichen nationalen Partei der jüdischen Arbeiterschaft nicht zu befürchten sein. Bis dahin aber wird das Notwendigste ebensogut durch, die Kultur- und Propagandatätigkeit der Histadruth, die ja auch heute sehr rege ist, erreicht werden können. Demgegenüber drängt sich natürlich' die Frage auf: Worin besteht eigentlich die Bedeutung einet Vereinigung der beiden Parteien? Es müßten doch ganz gewichtige Gründe dafür sprechen, soll man das Risiko der verschiedensten Komplikationen auf sich nehmen, die mit der inneren Umgruppierung der Kräfte verbunden sind. Ein Blick auf die Eigenart der jüdischen Arbeiterbewegung in Palästina dürfte uns die Sache genügend erklären. Es ist ohneweitefs verständlich, daß eine einheitliche zionistische Arbeiterpartei einen viel größeren Einfluß sowohl innerhalb der zionistischen Bewegung, als auch nach außen hin, etwa gegenüber der Landesregierung oder auch den Arbeiterbewegungen der anderen Völker (in erster Reihe kommt die englische Labour-Party'-in Betracht), wird ausüben können, als es heute die beiden Parteien vermögen. Doch ist nicht dieser Umstand der entscheidende. Das einzigartige Werk -der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina, die Schaffung einer straff disziplinierten Arbeiterrepublik, die das nationale Werk de.s. Wiederauf - bäues des Landes mit weitgehenden sozialen Reformen kombiniert, läßt sich nur in der Atmosphäre der schärfsten Alfspannung aller geistigen und physischen Kräfte und innigster Zusammenarbeit aller in Betracht, kommenden Elemente durchführen. Der äußere Apparat zur Erreichung dieses Zieles, die Histadruth Haovdim Haklalit (Allgemeine Arbeiterorganisation), ist, mag auch hie und da ein Fehler in ihrem organisatorischen Bau zum Vorschein kommen und mögen auch nicht alle ihre ^VersuchemitErfolg gekrönt sein, ein. in seiner Großartigkeit sicher taugliches Mittel. Doch kann vom Geist, der innerhalb der Histadruth herrscht, nicht immer dasselbe gesagt