Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Frage der Vereinigung der Arbeiterparteien ("Ichud")
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 586 (sequence 6)
- Language
- German
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586 entweder:organfejErtorisch.angejglied-er.1;'ist- oder-doch zm ihren Sympathikern gehört, ^was -insbesondere bei den verschiedensten Wahlaktionen zum Vorschein kommt/ läßt «ich einerseits durch die doch überwiegend zionistische' Einstellung der neuen Arbdter-Einwanderer, die auch dn-der- Folgezeit' ein bedeutsames Momentvin ihrem tagtäglichen Leben --bleibt; andererseits durch den wenigstens theoretisch schwankenden Charakter der Partei erklären. > Ob sich dieser Zustand auch in der Hinkunft wird erhalten lasseh, wenn die Anspännung der Privatinitiative im'Lande -anhält, und andererseits die große moralische Autorität' der Führer der Aehduth-Haawoda, die fast alle zu der „alten Garde" gehören, im Laufe der Zeit abgeschwächt >werden wird und andere Elemente ans Ruderkommen, dies kann freilich kaum als sicher angenommen, werden. Aus der vorhergehenden Schilderung lassen sich nun auch alle Schwierigkeiten unschwer verstehen, die der Vereinigung der Parteden gegenwärtig im Wege stehen. Sie sind zum Teil ideologischer Natur, zum Teil spielen {insbesondere beim Hapoel Hazair) sentimentale Erwägungen eine Rolle, die Heldentradition der Partei, die man nicht leicht aufgeben möchte; von einer gewissen Bedeutung ist auch die Rücksichtnahme auf -die beiden Weltverbände, denen die Parteien angegliedert sind (Hapoel Hazair der vHitaehduth, Aehduth-Haawoda den Poale-Zion) und deren Vereinigung angesichts der großenideologischen und taktischen .Unterschiede wohl kaum in Frage kommt. Die1 bedeutsamste Rolle dürften-aber doch praktische Erwägungen, spielen, die durch die. gegenwärtige Zusammensetzung der Aehduth-Haawoda gegeben sind. Es wird befürchtet, daß bei einer, eventuellen Vereinigung der beiden Parteien, selbst wenn die neue Partei als eine sozialistische gelten soll, die Masse der städtischen Arbeiterschaft und zum Teil auch der Mitglieder der Kibutzim, die auch heute der Aehduth-Haawoda nur lose angegliedert sind, abschwenken und eine neue Partei begründen, bezw. sich den anderen Arbeiterparteien im Lande (linke Poale-Zion und Kommunisten der verschiedensten Schattierungen) anschließen wird. Es sei also lieber beim heutigen Zustand zu bleiben, «der die Masse dieser vom nationalen Standpunkt doch nicht ganz sicheren Elemente'unter nationale Disziplin zwingt, als Experimente zu machen, deren .Ergebnisse verhängnisvoll werden können. Es bleibt riun zu untersuchen, ob derartige Erwägungen auch tatsächlich stichhältig genüg sind; Das Prekäre in dieser Logik ist ziemlich offensichtlich: Durch organisatorische Momente wird sich dön eisernen Gesetzen der ökonomischen Entwicklung auf die Dauer nicht entgegenwirken lassen. Wie schon früher bemerkt, ist es keineswegs sicher, daß -dife Leitung der Politik der Achduth- HäawÖda auch weiterhin in denselben Händen wie heute bleiben wird. Die Mentalität der Arbeiterschaft läßt sich dauernd1 nur durch die.Art ihrer Berufsarbeit; beeinflussen. Je mehr Arbeiter in den landwirtschaftlichen Genossenschaften . Aufnahme fanden, je mehr