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Palästina · 1927-01-01 · Heft 12 · p. Seite 568

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 12
Article
Jubiläumsrückschau
Date
1927-01-01
Page
Seite 568 (sequence 8)
Language
German
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568 Der jüdische Bodenbesitz, der 1914 zirka 440.000 Dunam betrug, hat sich in den wenigen Nachkriegsijahr<en auf »zirka eine Million Dunam vermehrt, jener -des Keren Kaijemeth TlsraeJ vöti 18.000 «auf 200.000, und sobald neue Käufe, die im Zuge sein sollen, realisiert sein werden, auf zirka 250.000. Die Fläche des Mandatsgebietes wind mit 22 bis 25 Millionen Dunam angegeben (Siehe Dr. Zagorodsky in Nr. 1-2 dieses Blattes, Seite 9). Mit dieser Ziffer verglichen sind eine Million Dunarn gewiß sehr wenig. Aber nach Angabe des Landwirtschaftsdirektors Sawer (A Review of the Agriculturäl Situation, Appendix I) sind 1920 bloß 501.404 ha, d. s. 5,5 MÄonen Dunam Landes kultiviert gewesen. Dieser Zahl gegenüber ist eine Million Dunam schon ein sehr ansehnlicher Besitz. Wenn durch Bewässerung und Intensivierung mit der Zeit eine starke Verdichtung der Besiedlung auf den jüdischen Böden ermöglicht ^werden wird, dann wird jene Fläche für eine auch zahlenmäßig sehr beträchtliche Bevölkerung Raum bieten. Wenn wir oben das starke Miß Verhältnis zwischen jüdischer und nichtjüdischer landwirtschaftlicher Bevölkerung erwähnt und die Besetzung des Landes in der Fläche als nötig erklärt haben, so darf das nicht so verstanden werden, als ob die Strategie der jüdischen Kolonisatiou in einer zerstreuten Durchsetzung des ganzen Landes mit jüdischen Siedlungen zu suchen <sei. Im Gegenteil. Die geringe Zahl der landwirtschaftlichen Bevölkerung muß paralysiert werden nicht nur durch ihre wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch durch ihre Konz e n t r i e r u n g in 'bestimmten siedilungspoiitisch wichtigen Teilen des Landes. Schon die sehr dilettantische philanthropische Kolonisation Jjatte scheinbar eine dunkle Ahnung von dieser Notwendigkeit und die Kolonien wurden an drei Stellen: um Jaffa, bei Haifa und in Galiläa gegründet. Aber die einzelnen Kolonien waren nirgends miteinander im Zusammenhang und so wurde durch die Kolonisation der Boden zwischen den Kolonien maßlos verteuert und damit die Arrondierung err schwert. Erst die neue zionistische Kolonisation hat mit dem Emek ein geschlossenes Gebiet, das durch die iganze Breite des Landes gelagert ist, für die jüdische Kolonisation gewouneu. Eine zweite Linie «beginnt sich längst der Küste, von Haifa nach Jaffa herauszubilden. Was die qualitativen Leistungen der jüdischen Landwirtschaft betrifft, so braucht in dieser Zeitschrift nicht wiederholt zu werden, daß die Juden — wie früher Wein und Orangen — in der neuen Koionisationsepoche eine Reihe neuer Kulturen eingeführt, moderne Molkereien geschaffen haben u. a. m. Nur das eine mag erwähnt werden, daß die Landwirt sc h a f 11 i c h e Versuchsstation der zionistischen Exekutive in weitaus größerem Maßstabe angelegt ist, als jene der Rejgier^-frg.

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