Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1938)
- Article
- An der Schwelle des neuen Wirtschaftsjahres
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 4)
- Language
- German
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bungen. Einerseits ist der zollbefreite Import aus Syrien zu Ungunsten des Importes aus anderen Ländern stark angewachsen, andererseits hat sich — wie bereits erwähnt — der Anteil der zollbefreiten Regierungs- und Militärimporte gesteigert, und im übrigen trifft der Importrückgang eine Anzahl zollergiebiger Industriewaren besonders stark. Der ebenfalls verhältnismäßig starke Rückgang der Einnahmen aus Gebühren steht mit der weitgehenden Umsatzlos igkeit auf dem Grundstücks- und Bodenmarkt in Zusammenhang, die starke Ausfälle bei der Landregistrierungsgebühr mit sich bringt. Andererseits haben sich die Post- und Telegraphen -^Einnahmen erheblich gesteigert, da vor allem 1 elephon verkehr und Radioempfang sich noch stark im Ausbaustadium befinden. Ein weiteres Beispiel der trotz der Depression fortschreitenden Entfaltung einzelner Wirtschaftszweige bildet der elektrische Stromverbrauch, der für beide Elektrizitätsgesellschaften (Palestine Electric Corporation und Jerusalem Electric Corporation) folgende Entwicklung aufweist (in 1000 Kw.'st): 1. bis 3. Quartal 1937 1. bis 3. Quartal 1936 1. bis 3. Quartal 1935 Bewässerungsstrom 21.340 19.304 13.627 Kraftstrom 22.397 20.437 16.023 Sonstiger Strom 15.515 12.334 10.073 Insgesamt 59.252 52.075 39.723 Die Steigerung des Stromabsatzes im 1. bis 3. Quartal 1937 gegenüber 1935 macht volle 50o/o aus, sie betrifft vor allem den Bewässerungs- und Lichtstromverbrauch; wenn das Ausmaß der Steigerung des Kraftstromabsatzes ein schwächeres ist, so dürfte das auf die industrielle Depression zurückzuführen sein. W as die Lage der Landwirtschaft anbetrifft, so verfügen wir vor allem über die Umsatzziffern der Tnuva, die den größten Teil der Produktion der jüdischen Landwirtschaft umfassen und sich in den drei letzten Jahren (1. Oktober bis 30. September) wie folgt stellten (in LP.): 1936/37 560.000 1935 36 553.000 1934 35 420.000 Wenn die Verkaufsumsätze der Tnuva im letzten Jahr auch nicht mehr wesentlich gestiegen sind, so liegen sie dennoch um ein Drittel über dem Niveau des Jahres 1934 35. Die Verkaufsumsätze wurden im letzten Jahre durch den Rückgang der Preise gedrückt, so daß der Umsatz von Milch und Milchprodukten gesunken ist, obwohl er sich mengenmäßig um 4o/o erhöhte. Der Kapitalzustrom ist im Jahre 1937 mit der Drosselung der Einwanderung zwar nicht völlig zum Stillstand gekommen, aber doch auf ein sehr niedriges Niveau gesunken, er dürfte schätzungsweise kaum wesentlich über drei Millionen Pfund liegen. Der Depositenbestand der Banken hat sich trotz der geringen Kapitalseinwanderung bis Mitte 1937 sogar weiter erhöht, seitdem aber weist er eine beträchtliche Reduktion auf, während das Kreditvoiumen der Banken ausgedehnt wurde. Wir verfügen seit April 1936 über eine laufende Bilanzstatistik der Banken und Kreditgenossenschaften, au i der sich folgende Bewegung der Depositeneinlagen und Kredite (Wechseldiskonto und Ausleihungen) ergibt (in LP.): Depositeneinlagen Kredite April 1936 17,159.503 12,243.305 Mai 1937 17,323.775 13,548.420