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Palästina · 1938-01-01 · Heft 1 (Januar 1938) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
21 (1938)
Issue
Heft 1 (Januar 1938)
Article
An der Schwelle des neuen Wirtschaftsjahres
Date
1938-01-01
Page
Seite 30 (sequence 3)
Language
German
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schnitt im Jänner bis Oktober 1937 gegenüber fast 3000 im Vorjahr und über 5000 im Jahre 1935 mußte auf die Bautätigkeit, die das wichtigste Investitionsgebiet darstellt, einschneidende Rückwirkungen ausüben. Die Bautätigkeit in den drei großen Städten, die sich im Monatsdurchschnitt 1935 auf 101.192 mstellte und im Monatsdurchschnitt 1936 auf 61.507 mzurückging, hielt sich im Durchschnitt der ersten 10 Monate 1937 immerhin auf einem Niveau von 49.457 m2, sie reduzierte sich gegenüber 1935 trotz der Drosselung der Einwanderung auf etwa ein Fünftel, also nur um etwa die Hälfte. So empfindlich dieser Rückschlag für alle mit der Bau Wirtschaft im Zusammenhang stehenden Wirtschaftszweige auch ist, so ist es doch ein Beweis für die innere Widerstandsfähigkeit der palästinensischen Wirtschaft, wenn sie im letzten Jahre ohne die Impulse der Einwanderung gewissermaßen aus sich selbst heraus noch ein solches Bauvolumen aufrecht erhalten konnte. Import und Bautätigkeit stellen den Umsatzbezw. Investitionswerten nach zwar die wichtigsten Zweige des palästinensischen Wirtschaftslebens dar. Sie ergeben aber kein konjunkturelles Gesamtbild, für das die Entwicklung des Geldumlaufes in großen Zügen symptomatisch ist. Ende August 1935, im Höhepunkt der Prosperität, erreichte der palästinensische Geldumlauf ein Niveau von LP. 5,84 Millionen. Im Zusammenhang mit den panikartigen Depositeaabhebungen im Herbst 1935 erfolgte eine sprunghafte Erweiterung des Notenumlaufes zur Finanzierung der Auszahlungen. Bis Jänner 1936 reduzierte sich dann der Geldumlauf auf das noch immer etwas überhöhte Niveau von LP. 6,30 Millionen. Die Depression führte im Verlaufe des Jahres 1936 zu einer Kontraktion des Geldumlaufes, der sich bis Jänner 1937 auf LP. 5,62 Millionen' senkte. Bis Ende November 1937 ist eine weitere Schrumpfung auf LP. 4,84 Millionen eingetreten. Gegenüber dem Stand von August 1935 ist biß Ende November 1937 also ein Rückgang des Geldumlaufes von 17o/o erfolgt. Dieser Prozentsatz dürfte ungefähr die durchschnittliche Geschäfts- und Umsatzschrumpfung widerspiegeln. Dem entspricht auch ungefähr die Entwicklung der Regierungseinnahmen, die ebenfalls eine Quersumme verschiedenartiger Wirtschaftsfaktoren darstellen und sich in den ersten sieben Monaten des Finanzjahres 1937 38 (April bis Oktober 1937) im Vergleich zur entsprechenden Periode der beiden vorhergehenden Jahre wie folgt entwickelten (in LP.): (~ — Abnahme -r — Zunahme April Okt. gegenüber April/Okt, April Okt. 1937 1935) 1936 1935 Zölle 1,191.661 (— 30o o) 1,023.253 1,706.997 Lizenzen und Steuern 562.410 <- 7o.b) 383.772 604.323 Gebühren 397.713 (— 25 o/o) 339.042 527.910 Post und Telegraph 285.710 ( 19o/o) 262.880 239.511 Yer sch i edenes 343.633 (— 5 o/o) 343.172 363.490 Insgesamt 2,781.127 (— 19o/o) 2,352.119 3,442.236 Im ganzen sind die Regierungseinnahmen im April bis Oktober 1937 gegenüber 1935 um 19o o zurückgegangen. Einen — auch im Verhältnis zum Importrückgang von nur 10,7o/o — unverhältnismäßig starken Rückschlag weisen die Zolleinnahmen auf, und zwar erklärt sich das aus gewissen Importverschie-

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