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Palästina · 1938-01-01 · Heft 1 (Januar 1938) · p. Seite 25

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Journal
Palästina
Volume
21 (1938)
Issue
Heft 1 (Januar 1938)
Article
Das neue Weissbuch
Date
1938-01-01
Page
Seite 25 (sequence 2)
Language
German
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Ende März «in „politisches Maximum" für die jüdische Einwanderung aller Kategorien, 1000 Köpfe per Monat, nach dem Vorschlag der Peel-Kommission festgelegt worden ist. Trotz der dringenden Vorstellungen d2r Exekutive der Jewish Agency bei der Regierung, daß diese von ihr selbst — wie Eden und! Ormsby Gore in Genf erklärten — als vorläufig ergriffene und von der Mandats - Kommission als nicht im Einklang mit den Bestimmungen erklärte Maßnahme Ende März aufgehoben und der durch das Churchili'sche Weißbuch von 1922 festgelegte Grundsatz wieder befolgt werden soll, daß die Einwanderung nach Maßgabe der wirtschaftliche^ Fassungskraft des Landes zu bemessen ist, erfolgte darüber keine definitive Zusage« Auch das neue Weißbuch schweigt Über diese für die Juden wichtigste Angelegenheit, was der Befürchtung. Nahrung gibt, daß dieses sogenannte politische Maximum der Einwanderung aufrecht bleiben soll. Fragt man nach den Motiven, die England zu dem neuerliehen Zurückweichen vor den Protesten der Araber veranlaßt haben, so sind sie unschwer zu finden. Die Ereignisse nach Veröffentlichung des Teilungsplanes habsn gezeigt, daß nicht nur in Palästina, sondern auch in allen arabischen Staaten ein heftiger Widerstand gegen die Teilung besteht; im Lande selbst hat er wieder die- Form eines Terrors angenommen, gegen den England einen ansehnlichen Teil seiner relativ geringen Streitmacht dauernd einsetzen muß. Zudem ist die englisch-italienische Spannung im Mittelmeer stark gestiegen, indes Großbritannien, das nicht nur hier, sondern auch in anderen Teilen der Welt gegenwärtig übermäßig stark engagiert ist, das größte Interesse daran hat, daß im Nahen Osten keine antienglische Stimmung gezüchtet werde. Es ist ein paradoxer Zustand, daß die Beruhigung auf Kosten gerade des loyalen Teiles der palästinensischen Bevölkerung — des jüdischen — erkauft werden soll. Es ist wahrscheinlich auch nicht ohne Einfluß auf die Haltung Englands gewesen, daß die Juden selbst eine zögernde und abwartende Haltung gegenüber dem Peel-Plan eingenommen haben, so daß dieser eigentlich von beiden Seiten als nicht akzeptiert angesehen werden konnte. Insbesondere haben die heftigen Ablehnungen des Planes seitens der amerikanischen und englischen Juden auf die Regierung Eindruck gemacht. Bei dieser Sachlage wird man nicht fehl gehen, wenn man in dieser Wendung der englischen Politik den Einfluß nicht nur der proarabisch eingestellten Mitglieder des britischen Kabinetts, wie des Lord Winterton, sondern auch von Sir Arthur Wauchope vermutet, der in der Zeit der Peel-Kommission ausge*- schaitet war. Schon die Tatsache, daß er ungeachtet seiner Demission für einige Zeit wieder nach Palästina zurückgekehrt ist, obzwar sein Nachfolger schon ernannt wurde und sein Stellvertreter, Mr. Battershill, eine starke Hand zeigte, beweist, daß er Wert darauf gelegt hat, seinen persönlichen Standpunkt in der Teilungsfrage zur Geltung zu bringen. Wenn er kürzlich der Stadt Tel-Aviv eine Anleihe von 175.000 LP. bestätigt und eine solche für die Pflanzer von 300.000 LP. befürwortet hat, so zeigt das nur, daß ihm nach wie vor auch da/» Schicksal des jüdischen Palästina am Herzen liegt, aber in politischer Hinsicht ist er, wie sein Verhalten seit V/2 Jahren dargetan hat, von seiner unglückseligen Einstellung nicht abzubringen, daß man dem arabischen Terror mit politischen Konzessionen begegnen muß. Wie unrichtig dieser Standpunkt ist, zeigte sich, nachdem das britische Kabinett die energische Niederwerfung des Terrors beschlossen hatte: di<e

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