Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1938)
- Article
- Das Steuerwesen im künftigen Judenstaat
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 2)
- Language
- German
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langsam Bild nach viefent- 'Ver&ageii hmt am sieh durchgesetzt vasä erst im Zeitalter des Spät-Kapitalismus hat sie ihre ständige und wirkliche Wirkung gefunden. Dean eine Einkommensteuer, die nicht einen Fehlschlag, sondern einen Verwalttmgserfolg bilden soll, muß langsam und mit kleinen Ansätzen anfangen, so daß die Verwaltung sich einen genauen Ueberblick über die wirtschaftlichen Verhältnisse verschaffen kann, und darf erst ganz langsam zu höheren Steuersätzen übe/gehen. Sonst ist allgemeiner Volkswiderstand gegen die Steuern und daran ein Zerbrechen der Steuern unvermeidlich. Aber auch diese Methode der Einführung einer Einkommensteuer, da, wo sie noch nicht besteht, setzt einigermaßen stabile Verhältnisse voraus und nicht einen ständigen Wechsel der Personen, die ihr unterliegen und darum ist im Zusammenhange hiermit noch Einiges zu sagen: Das Steuersystem von Koloniailändern muß anders sein, als das Steuersystem von alten, sich langsam entwickelnden Ländern, und in dieser Richtung kommen wir schon zu Dingen, die in der Praxis für unser Land Bedeutung bekommen können. Wir kommen nach Erez Israel in unsere Heimat; aber der wirtschaftliche Auf bau bleibt der wirtschaftliche Aufbau eines Koloniallandes, mit stürmischem Tempo und entsprechenden Rückschlägen, mit Mitteln, gespeist hier nicht vom Mutterlande, sondern vom Judentum der ganzen W elt. Das erfordert in der Steuerpolitik ganz besondere Vorsicht. Wo jährlich zehntausende von Menschen einwandern, wo Einordnung der Existenz nötig ist und Wagemut zur Existenzgründung, wo neu begründete Existenzen sich nicht halten, Umstellung auf Umstellung erforderlich wird, wo erst ganz allmählich eine wirtschaftliche Stabilität für den Einzelnen sich herausstellt, da ist eine allgemeine Einkommensteuer von vornherein aus technischen Gründen zum Fehlschlag verurteilt, und es kann die Aufgabe nur sein, mit anderen, Steuern, die annähernd dasselbe Ziel erreichen und weniger technische Schwierigkeiten machen, zu beginnen« Höchstens könnte man an eine ergänzende Einkommensteuer für besonders große Einkommen denken. Gewiß wird man auch in einem wirtschaftlichen Koloniallande, das danach strebt, selbst ein Mutterland zu werden, das Ziel einer künftigen allgemeinen Einkommensteuer nicht aus dem Auge lassen dürfen; aber die steuerlichen Probleme, die gerade jetzt unser Land beschäftigen müssen, können in erster Reihe nicht die Probleme der Einkommensteuer sein, sondern es wird die Aufgabe sein, im Wesentlichen ähnliche vereinfachte Steuerarten auszubilden, die der gegenwärtigen Wirtschaftsstruktur angemessen