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Palästina · 1937-12-01 · Heft 12 (Dezember 1937) · p. Seite 613

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 12 (Dezember 1937)
Article
Die Bodenfrage im Hinblick auf die geplante Staatsgründung
Date
1937-12-01
Page
Seite 613 (sequence 5)
Language
German
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ziert werden müssen als durch Aufwendungen des Staates aus den Steuereinnahmen. Nach wie vor wird diese Tätigkeit durch die gleichen Mittel bestritten werden müssen wie bisher: durch private Bodenkäufe und das nationale Kapital, «pur den Landerwerb werden auch in Zukunft die gegenwärtigen Voraussetzungen für unsere Arbeit gelten: selbstarbeitenden Bauern Land in genügendem Ausmaß zur Verfügung zu stellen. Und da diese naturgemäß nur wenig oder keine Mittel besitzen, müßten sie das Land zu gleichen Bedingungen erhalten« wie dies bisher durch den Keren Kajemeth geschehen ist. Nach wie vor wird dqr Bodenerwerb aus nationalen Mitteln erfolgen und der Boden den Siedlern zu günstigen Bedingungen in Erbpacht gegeben werden müssen. Wir sehen auch im neuen Staate gewaltige Aufgaben, die der Keren Kajemeth zu erfüllen hat, und für die er die entsprechenden Mittel benötigen wird. Es ist eine Sache der politischen ^Klugheit und nationalen Sicherheit, die Institution, die Herzl und Schapira geschaffen haben, zu erhalten und auszubauen, um sie zu einem der wirksamsten Instrumente des Aufbaus zu gestalten. Es handelt sich um eine Institution, die dem jüdischen Volke in seiner Gesamtheit gehört, um ein Instrument, dessen sie sich für den Aufbau des Judenstaates bedienen wird. Diese Seite des Charakters dieser Institution sei besonders unterstrichen. Es handelt sich um mehr als etwa um eine Abteilung der Regierung des neuen Staates. Der Keren Kajemeth soll auch in Zukunft eines der Bande sein, durch die das Judentum der Welt mit dem neuen Staate verbunden wird; darum wird in Voraussicht der Zukunft dieses Instrument ausgebaut und in jeder Hinsicht stark gemacht werden müssen, auch deshalb, weil ihm schon in der Übergangsperiode, bis zur Bildung des Judenstaates, große Aufgaben obliegen. Wir wissen heute noch nicht, ob die Teilung des Landes tatsächlich vollzogen wird, und wir können auch nicht ermessen, wie lange der tlmwandlungsprozeß dauern kann. Auch die Anhänger der Teilung müssen einsehen, daß der Judenstaat nicht von heute mf morgen entstehen wird. Es wird eine Übergangsperiode geben, deren Dauer jetzt •ilcht festgestellt werden kann, in der aber ungemein Wichtiges vollbracht werden muß. jeder Schritt, den wir jetzt in dieser Richtung tun, bedeutet nicht nur eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation, sondern auch eine Möglichkeit der Erlangung günstiger Bedingungen für das Entstehen des neuen Staates. So ist es äußerst wichtig, die vorhandenen Positionen auszubauen, insbesondere diejenigen, welche in der Nähe der proektierten Grenzen liegen. Der Umstand, daß den Juden Land gehört, und daß Menschen darauf siedeln, hat die Führung der Grenzen durch die Königliche Kommission stark beeinflußt, indem sie möglichst alles, was die Juden besitzen, in den Judenstaat hineinbringen wollte. Die Ausdehnung des jüdischen Besitzes kann auch bei der endgültigen Festsetzung der Grenzen von größerer Bedeutung werden. Es ist ferner äußerst vichtig. auch in den Teilen des Landes, die als arabischer Staat gedacht sind, möglichst viel Boden zu erwerben. Wir können nicht übersehen, welchen Weg die Entwicklung m der Zukunft gehen wird, und ob nicht gerade unsere Positionen in diesem Teil des Landes zu Ausgangspunkten einer jüdischen Entwicklung auch im arabischen Teil Palästinas werden können. Die Größe unserer Besitzungen dort kann auch bei den Verhandlungen über den Transfer der arabischen Bevölkerung von Bedeutung sein, weil wir sie den Arabern, die den Jüdischen Staat verlassen, als Tauschobjekt gegen ihren Besitz im Judenstaat anbieten können. Gerade die nächste Zukunft stellt große Anforderungen an uns. Es wäre unsererseits eine Sache der politischen Klugheit und nationalen Voraussicht, in der Übergangsperiode möglichst viel Land zu erwerben. Dieses Ziel soll vielleicht Hauptaufgabe der tischen Arbeit werden, denn hier handelt es sich wirklich um Dinge, für die, zum

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