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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 428

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Die Haifa-Bay Development Company vor neuen Aufgaben
Date
1937-08-01
Page
Seite 428 (sequence 3)
Language
German
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Häusern und 6000 Bewohnern entstanden, und es ist nur zu wünschen, daß diese Siedlungstätigkeit auf nationalem Boden in der Zukunft in großzügiger Weise fortgesetzt wird. Aber es ist kein Zweifel, daß dieser nationale Boden allein weder den augenblicklichen Wohnbedarf der jüdischen Bevölkerung Haifas, noch das immer dringendere Verlangen nach geeignetem und günstig gelegenen Böden für Nebenerwerbsiedlungen befriedigen kann. Tatsächlich ist ja auch schon der gesamte Besitz des KKL östlich der Eisenbahnstrecke Haifa—Akko entweder verbaut, oder an bestimmte Gruppen vergeben, so daß die weitere Siedlungstätigkeit auf das Dünengebiet westlich der Eisenbahn verlegt werden muß. Alle diejenigen Interessenten, für welche dieses Gebiet aus irgendwelchen Gründen nicht in Frage kommt, sind auf die angrenzenden Privatböden angewiesen. Überdies wäre es auch vom nationalen und wirtschaftspolitischen Standpunkt aus verfehlt, Böden, die insgesamt einen Wert von mindestens 800.000 £P darstellen, auch weiterhin ungenützt liegen zu lassen. Das wäre auch gar nicht zu erreichen, selbst wenn man es wollte. Denn schon jetzt sind zahlreiche Bodenbesitzer bemüht, ihre Böden in irgendeiner Weise für wohnwirtschaftliche Zwecke zu verwerten. Aber sie haben für sich allein weder die technischen, noch die finanziellen Möglichkeiten dazu. Sobald jedoch der Bedarf dringender werden sollte, wird die private Initiative versuchen, ihn so gut als möglich zu befriedigen. Bei der erwähnten Verteilung des Bodens auf eine Unmenge von kleineren Besitzern würde dabei bestimmt eine sehr planlose, ungeregelte und uneinheitliche Verbauung herauskommen. Noch wahrscheinlicher ist es aber, daß es je nach der Konjunktur, entweder zum Hinauftreiben der Bodenpreise oder zu einer Reihe von Zusammenbrüchen kommen würde, jedenfalls aber zu einem Durcheinander von Hunderten von Bodenangeboten und Häuserprojekten, deren Prüfung auf ihre Solidität dem wirklichen Siedlungs- und Bauinteressenten fast unmöglich wäre. Anzeichen solcher Mißstände zeigen sich schon jetzt in dem Versuchen, Böden zu verbauen, die noch mitten in versumpften, malariaverseuchten Gebieten liegen. Die Öffentlichkeit hat das größte Interesse, den vorgeschilderten Zustand zu verhüten und durch eine zentrale Stelle objektive Informationen zu erhalten. Aus allen diesen Gründen hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft sich für verpflichtet gehalten, die Böden und ihre Besitzer sich nicht selbst zu überlassen, sondern ihre organisatorischen Kräfte, ihren Apparat und ihre Erfahrungen in den Dienst einer organischen planmäßigen und geordneten Erschließung zu stellen. Diese Aufgabe kann natürlich nur auf Grund der vorhandenen städtebaulichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen durchgeführt werden. Da die Gebiete zum größten Teile noch innerhalb der Stadtgrenzen von Haifa und der Kompetenz der Städtischen Plan- Kommission liegen, sind für ihre Verbauung die Vorschriften über Zonung, Baulinien usw. sowie die festgelegten Straßenzüge maßgebend. Rechtlich ist vor allem die Tatsache bestimmend, daß es sich um private Böden handelt, die freies Eigentum der Käufer sind und deren Verbauung infolgedessen nur durch diese selbst, oder auf Grund von mit ihnen geschlossenen Verträgen geschehen kann. Dagegen müssen die organisatorischen und finanziellen Grundlagen erst geschaffen werden — die organisatorischen durch Zusammenfassung der Bodenbesitzer und durch Herstellung einer Verbindung zwischen ihnen und den Wohnungsinteressenten, die finanziellen durch Beschaffung der für die Aufschließung und Verbauung notwendigen Geldmittel. Die von der Gesellschaft verkauften privaten Böden gliedern sich in sechs Zonen: 1. Zone B, eine Fläche von zirka 3000 Dunam, grenzt an den nördlichen Teil von Kirjath Bialik und davon kommt für baldige Bebauung nur zirka ein Drittel

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