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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 401

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten des projektierten Judenstaates
Date
1937-08-01
Page
Seite 401 (sequence 7)
Language
German
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tische Gebietszugehörigkeit nach der von der Königlichen Kommission vorgeschlagenen Grenzziehung hinzugefügt): (Arabischer Staat) Kali, Brom, Magnesiumchlorid (Quantität unbegrenzt) . . Totes Meer Petroleum (Menge unbekannt).......... Dschebel Usdum Petroleum (großes Vorkommen festgestellt)..... Gaza Bitumen (bekannte Vorräte begrenzt)....... Dschebel Usdum Bituminöser Kalkstein (10 Quadratkilometer)..... Nebi Musa Bituminöser Kalkstein (Quantität nicht bekannt) . . . Yarmuk Phosphate (100 Quadratkilometer)........ Nebi Musa ■ Gips (in großer Menge)............ Dschebel Usdum Gips (Quantität unbekannt)........... Menahemia Salz (in unbegrenzter Menge).......... Dschebel Usdum Schwefel (1 Quadratkilometer).......... Gaza Manganerz (große, nicht berechnete Vorräte) .... Akaba Kupfer (Einzelheiten nicht bekannt)........ Akaba Auch das Rutenberg-Kraftwerk am Jordan fällt in das arabische Staatsgebiet. Die Zitrusanbaufläche' von etwas über 300.000 Dunam liegt dagegen wohl nahezu vollständig im jüdischen Staatsgebiet. Industrielle Entwicklungsmöglichkeiten» Aus dem engen Zusammenhang zwischen der landwirtschaftlichen Produktions- und der Bevölkerungskapazität ergibt sich eo ipso auch die Abhängigkeit der industriellen von den agrarischen Entwicklungsmöglichkeiten. Würde der Spielraum der Nahrungsmittelproduktion für Millionen Menschen ausreichen, von denen etwa ein Drittel (100.000 bis 125.000' Familien zu je 4 bis 5 Personen) in der Landwirtschaft tätig wären, so kann in rohen Ziffern damit gerechnet werden, daß ein weiteres Drittel der Bevölkerung in der Industrie Beschäftigung findet, während das letzte Drittel sich auf die übrigen Berufszweige verteilt (Handel, freie Berufe, Transport, Beamte, Polizei und Militär, häusliche Dienste und andere). Das Hauptziel der Industriepolitik des jüdischen Staates würde darin bestehen, alle diejenigen Industrieprodukte für die rationelle Produktionsmöglichkeiten bestehen und deren Absatzmöglichkeit oberhalb des technischen Produktionsminimums liegt, im Lande herstellen zu lassen. Diesem Ziel wäre der Zolltarif anzupassen, bei dem allerdings auch darauf zu achten ist, daß das Industriepreisniveau nicht auf eine Höhe über das Preisniveau anderer Produktionsländer hinaufgeschraubt wird, um eine zu starke Belastung der Kaufkraft und Verteuerung zu vermeiden. Die Zölle haben in erster Linie die Aufgabe den Markt zu schützen und das Dumping abzuwehren. Auf industriellem Gebiet wird der jüdische Staat in verhältnismäßig starkem Maße vom Import abhängig bleiben. Der Anteil der inländischen Industrie an der Deckung des industriellen Warenbedarfes ist aber über das gegenwärtige Maß steigerungsfähig, insbesondere wenn sich das Bedarfsvolumen stark erhöht und damit für eine Reihe von Produkten ein genügend großes Absatzfeld entsteht, deren gegenwärtige Absatzmöglichkeiten noch unter dem rentablen Produktionsminimum liegen. Der Inlandswert des gesamten palästinensischen Industriewarenbedarfes beläuft sich gegenwärtig auf schätzungsweise etwa 15 bis 20 Millionen £P, von denen ein Anteil von zirka 40% auf die palästinensische (jüdische und arabische) Industrie entfällt. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, daß im Bruttowert der Produktion der palästinensischen Industrie in großem Ausmaße eingeführte Rohstoffe und Halbfabrikate

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