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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 345

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Zur gegenwärtigen Lage der palästinensischen Zitruswirtschaft
Date
1937-07-01
Page
Seite 345 (sequence 4)
Language
German
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dies nur eine der vielen Folgen des Mangels an Zusammenarbeit zwischen Genossenschaften, Speditionsfirmen und jüdischen wie arabischen Privatexporteuren. Fehlende Organisation. Dieses Fehlen einer Koordination hat noch andere wenig willkommene Auswirkungen. In unserer Zeit muß jede Produktion, die kein Monopol darstellt — und unsere Früchte haben kein Monopol — die Lage am Weltmarkte berücksichtigen. Doch besteht bei uns bisher keine Regulierung der Versendung, keine Beschränkung derselben mit Rücksicht auf die Lage und die Erfordernisse der Märkte, wie es in den Kenkurrenzgebieten bereits der Fall ist. So kam es in der letzten Saison öfter vor, daß in irgend einem englischen Hafen gleichzeitig mehrere mit palästinensischen Früchten beladene Schiffe eintrafen. Es ist klar, daß in jedem dieser Fälle die Preise nachteilig beeinflußt wurden. Und wenn die palästinensischen Exporteure nicht mit gleichzeitigen Sendungen aus' unserem Lande rechneten, so ist es verständlich, daß sie noch weniger auf unsere Konkurrenten Rücksicht nahmen, als ob es gar keine anderen Länder gäbe, die sich um Märkte für ihre Früchte bemühen, vielmehr die englischen und anderweitigen Konsumenten gezwungen wären, nur palästinensische Orangen und Grapefnicht zu kaufen. Für den Konkurrenzkampf ist es wichtig, zu wissen, wie heute Produktion und Konsum von Zitrusfrüchten verteilt sind. Die Weltproduktion und der Export. Ursprungsgebiete der Zitrusfrüchte sind: Indien, China und die Malaiischen Inseln. Dort wuchsen vor Jahrtausenden in den Urwäldern die Zitrusfrüchte wild. Doch sind diese Länder gegenwärtig für den Zitrushandel ohne Belang. Heute befindet sich das Hauptgebiet der Zitruskultur zwischen 40 Grad nördlicher und 40 Grad südlicher Breite, da im Laufe der Zeit die Produktionszentren der Orangen mehr in die subtropischen Gebiete verlegt wurden. Die gegenwärtigen Produktionszentren der Zitrusfrüchte sind: Auf der nördlichen Halbkugel — Palästina, Cypern, Syrien, Türkei, Rußland (dem zweiten Fünfjahrplan gemäß wurden im Kaukasus etwa 200.000 Dunam Zitrusfrüchte, hauptsächlich Mandarinen gepflanzt), Griechenland, Malta, Italien, Südfrankreich, Spanien, Portugal, Algerien und' Ägypten. In Nord- und Südamerika sind Kalifornien, Arizona, Florida, Texas, Portorico, Kuba, Jamaika und Mexiko Zitruskulturgebiete. Zur nördlichen Halbkugel gehören ferner noch Japan und China. In diesem Jahre erschienen in England zum erstenmal Zitrussendungen aus Japan. Auf der südlichen Halbkugel sind die hauptsächlichen Zitrusgebiete: Brasilien, Argentinien, Südafrika, Australien und Neu-Seeland. Die Orange verfolgt ihren Ausbreitungszug immer weiter nördlich und südlich vom Äquator, und er geht schnell vor sich, denn die Zitrusfrüchte haben sich rascher als irgendeine andere Frucht im Konsum eingebürgert. Im Jahre 1936/37 stieg die Weltproduktion an Zitrusfrüchten auf 180 Millionen Kisten (zu 33 kg). Die Weltproduktion war besonders im letzten Jahrzehnt sehr rasch gewachsen. Die Reifezeiten nördlich und südlich des Äquators« Bei den Zitrusfrüchten sind Winterfrüchte, das heißt solche, die den Markt im europäischen Winter erreichen und Sommerfrüchte zu unterscheiden. Von der Gesamtproduktion, 180 Millionen Kisten, erreichen die Märkte 110 Millionen Kisten in den Wintermonaten und 70 Millionen in der Sommerzeit.

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