Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1937)
- Article
- Die Frucht- und Gemüseproduktion in Palästina
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 245 (sequence 6)
- Language
- German
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hohen Tarifs hat sich Ägypten aus einem Importin ein Exportland für Bananen entwickelt. Wirkung des Zollschutzes auf die Lebenskosten. Infolge der Neuheit dieser Entwicklungen im Obst- und Gemüsehandel sind nur spärliche Daten darüber erhältlich, welchen Einfluß die Zunahme der Importe aus Syrien auf die Preise und infolgedessen auf die Lebenskosten haben. Es muß jedoch betont werden, daß die Preise nicht notwendigerweise als Ergebnis des Zollschutzes in ungebührlicher Weise steigen müssen. Ein intensiver interner Wettbewerb hat eine heilsame Wirkung auf jeden Versuch, die Preise zu überhöhen. Dies hat sich im Falle der Tomaten klar gezeigt, die unter der »Plant Protection Ordinance« (Verordnung zum Schutze von Pflanzungen) seit 1923 gegen Importe geschützt sind. In einer offiziellen Mitteilung heißt es darüber, daß trotz dieses Verbotes in den letzten zehn Jahren die Sommer ernten meist unrentabel waren, da wegen Überproduktion die Preise niedrig standen. Es ist gewiß nicht zu leugnen, daß die Preise unter dem Einfluß billiger Importe gesenkt werden; aber es ist sicher nachzuweisen, daß der Nutzen, den der Verbraucher durch so außerordentlich niedrige Preise hat, durch den Schaden des Produzenten mehr als aufgewogen wird. Die Spanne zwischen den bereits angemessenen Preisen für heimische Produkte und den noch niedrigeren der eingeführten Waren, genügen in den meisten Fällen, um die Produktion im Lande unergiebig zu machen und eine vielversprechende Quelle für den Lebensunterhalt von vielen hunderten von ihr abhängigen Familien zu zerstören. Die Handelsbilanz Palästina—Syrien» Palästinas unbefriedigende Handelsbeziehungen mit Syrien werden durch das starke Handelspassivum des letzteren illustriert. Palästinas Handel mit Syrien (in £P): Jahr Import Export Handelspassivum 245 1932 .... 813.000 303.000 510.000 1933 .... 943.000 213.000 730.000 1934 . . . . 1,083.000 227.000 856.000 1935 .... 1,310.000 303.000 1,007.000 Dieses zeigt sich nicht nur im Gesamthandel, sondern auch bei Früchten und besonders bei Gemüsen, wie nachstehende Tabelle zeigt: 1. Früchte: Import aus Syrien Export nach Syrien Handelsbilanz Äpfel . . . . . 6.996 £P — — 6.996 £P Aprikosen . . . . 4.725 £P — — 4.725 £P Grapefrucht . . 6.773 £P 444 £P — 4.725 £P Orangen . . . . — 6244 £P + 6.244 £P Andere Frischfrüchte 20.425 £P 237 £P — 20.188 £P Passivum . . . 42.046 £P 2. Gemüse: Kartoffel . . . . 20.830 £P — — 20.830 £P Zwiebel . . . . 12.294 £P 115 £P — 12.179 £P Tomaten . . . . — 1264 £P + 1.264 £P Andere Gemüse . . 12.300 £P 1999 £P — 10.301 £P Passivum . . . 25.944 £P Vergleich der Zollsätze. Im allgemeinen ist an der Passivität der Handelsbilanz Palästinas bis zu einem gewissen Grad der ungenügende Zollschutz schuld. Bei Obst und Gemüse ist er beträchtlich niedriger als in den meisten anderen Ländern. Ein Vergleich, der diesen Produkten in verschiedenen Ländern auferlegten Zölle, mit denen Palästinas ist sehr lehrreich.