Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1937)
- Article
- Die Frucht- und Gemüseproduktion in Palästina
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 244 (sequence 5)
- Language
- German
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f>/g A Regierung zugewendet wurde, ließ eine baldige Entwicklung in diesem Tätigkeitsbereich erhoffen. Die Regierung verteilt kostenlos Setzlinge und kann der Nachfrage nach Sprößlingen seitens der Öbstzüchter gar nicht nachkommen. In diesem Jahre wurden 77.000 Wein- und 38.000 Obstbaumsetzlinge verteilt. Es gibt gegenwärtig zehn Gartenbaustationen der Regierung, die Demonstrationsfelder unterhalten und gepfropfte Obstbäume zur Verteilung züchten. Private Baumschulen werden kontrolliert und Anstrengungen zur Verbesserung der Qualitäten der Pflanzen gemacht. So wie beim Gemüse wird jedoch die wachsende Nachfrage zum großen Teil durch Importe aus Syrien gedeckt, die in den letzten Jahren eine sehr starke Steigerung aufwiesen. Obstimport nach Palästina: Jahr Gesamtimport Import von Syrien Prozentanteil Syriens Äpfel Tonnen 1932 . . . 2031 225 11.1 1933 . . . 2457 193 7.9 1934 . . . 5348 829 15.5 1935 .. . 6130 232 3.7 Andere Frischfrüchte (außer Aprikosen und Grapefnicht) 1932 .. . 1077 950 88.2 1933 . . . 1742 1120 64.2 1934 . . . 3160 2029 64.2 Bei Äpfeln sind also die Importe klein und ihr Anteil wechselt von Jahr zu Jahr. Sie sind jedoch nicht im Wettbewerb mit einer beträchtlichen Erzeugung in Palästina. Bei anderen Obstsorten stammt der Hauptanteil des Importes aus Syrien. Für Aprikosen und Trauben liegen detaillierte Angaben vor: Jahr Gesamtimport Import von Syrien Prozentanteil Syriens Tonnen Aprikosen 1932 ... 182 181 99.4 -1933 . .' . 259 243 93.8 1934 ... 526 515 97.9 Grapefrüchte 1932 ... 11 5 45.5 1933 ... 418 402 96 1934 ... 904 903 100 Diese Zahlen zeigen neuerlich, welchen Anteil Syrien an dem Früchteimport nach Palästina hat. Die Traubenimporte sind derzeit, wie ersichtlich, noch klein, aber ihre Tendenz zu wachsen ist eine Tatsache, die nicht leicht unterschätzt werden kann. Bananen« Der Konsum von Bananen wird von der heimischen Produktion gedeckt und die Einfuhr ist verboten. Die Jahresproduktion beträgt zirka 5000 Tonnen, die zum Durchschnittspreis von 15 £P per Tonne für die unreife Frucht einen Wert von 75.000 £P repräsentiert. In den letzten Jahren gab es in Syrien eine bemerkenswerte Ausdehnung der Bananenpflanzungen, deren Früchte im Lande keinen Absatz finden und es wird befürchtet, daß bei einer Erleichterung des Importes sofort ein Einströmen billiger Früchte auf den Markt von Palästina erfolgen würde. Bananen werden in Syrien zu 13 £P per Tonne verkauft. Das Hauptabsatzgebiet für die syrischen Bananen war früher Ägypten, welches Land aber den Zoll auf diese Frucht von 1.600 auf 16 £P per Tonne erhöht hat. Während der vier Jahre der Geltung dieses