Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1937)
- Article
- Verkehrsgeographische Wandlungen Palästinas
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 228 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Amman 2× ep/1044017
- Haifa 2× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
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breite Tal, das die Straße nach Jerusalem, benutzt, sondern südlich davon durch das tief eingeschnittene, enge Wadi Sarar. Auf der Strecke Jerusalem—Ludd fahren derzeit drei Zugpaare täglich. Die wichtigste Bahnlinie Palästinas führt von Kantara am Suez-Kanal (Anschluß von Kairo) über Gaza, Ludd, Tul Kerem durch die Küstenebene nach Haifa. Zwischen Haifa und Ludd verkehren drei, bis Gaza zwei, bis Kantara (zehn Stunden) ein Zugpaar täglich. Die Linie Haifa—Akko bedient die neuen Vorstädte in der Haifa-Bucht und hat mehr den Charakter einer Vorortelinie. Schließlich bleibt noch die Ostlinie zu erwähnen, die auf palästinensischem Gebiet von Haifa über Afuleh nach Samakh führt (drei Zugpaare täglich). Von dort hat sie über Deraa dreimal wöchentlich Anschluß nach Damaskus und Amman, von wo ein Zug wöchentlich bis Ma'an fährt. Diese Linie ist ein Teil der berühmten Hedschas- Bahn, die 1900 bis 1907 unter dem Patronat des türkischen Sultans gebaut wurde, um den Pilgermassen die Wallfahrt nach Mekka und Medina zu erleichtem. Im Kriege bildete sie Gegenstand! heftiger Kämpfe, von denen Lawrence in seinem Buche »Aufstand in der Wüste« berichtet. Nach Kriegsende wurde der Südabschnitt Medina— Ma'an aufgelassen. Die Beduinen benutzten die Schwellen als Feuerholz und die Bewohner von Ma'an verwendeten die Schienen als Dachträger. Außer den genannten gab es noch eine größere Anzahl meist kürzerer und schmalspuriger Linien, die im Kriege von Engländern und Türken gebaut und nach Kriegsschluß wieder außer Betrieb gesetzt wurden. Die bedeutendste unter ihnen war die englische Sinai-Bahn. — Der Plan, Jerusalem durch eine Strecke Afuleh—Nablus— Jerusalem an das Netz der Hedschas-Bahn anzuschließen, kam nie zur Ausführung. Außer zahlreichen flichtasphaltierten Gutwetter-Wegen hat Palästina ein Netz ausgezeichneter Fernverkehrs s t r aß e n. Die wichtigsten sind: Die Hauptlängsstraße entlang der Wasserscheide, von Beerscheba ausgehend, wo sie Anschluß an den Gutwetter-Weg nach Ägypten hat, über Hebron — Bethlehem — Jerusalem — Nablus — Dschenin—Afuleh—Nazäreth nach Haifa. Ein zweiter Strang läuft von Gaza über Rechowoth—Tel Aviv—Tul Kerem—Dschenin nach Haifa. Von Haifa geht entlang der Küste eine Straße über Akko nach Beyruth. Eine zweite, ebenfalls nach Syrien sich fortsetzende geht von Haifa über Nazäreth—Tiberias—Rosch Pinah an die Grenze nach Metulla. Ebenfalls an das syrische Straßennetz angeschlossen ist die Straße, die als Querverbindung von Akko über Safe?d nach Rosch Pinah führt. Die große Querstraße des Südens führt von Tel Aviv—Jaffa über Ramleh—Jerusalem—Jericho nach Amman, der Hauptstadt Transjordaniens. In letzter Zeit wurden zwei wichtige Straßen im Bmek vollendet. Die eine führt vom Jenin aus am Südrande des Emeks entlang und gibt dadurch den dort gelegenen Kolonien Mischmar-Haemek und Jokneam eine immer fahrbare Verbindungsstraße. Die zweite Straße steht kurz vor der Vollendung undf erfüllt ebenfalls eine langjährige Forderung des Jischuw; sie geht von Nahalal über Afuleh nach Ain Harod und Beth Alpha, und steTk so endlich die dringend notwendige Verbindung des östlichen mit dem zentralen Emek her. Mehrere Straßenbauten sind für die Zukunft geplant, unter denen die verkehrsgeographisch Bedeutendste eine Straße von Chedera im Scharon nach Megiddo im Emek ist, wodurch der Weg von Haifa nach Tel Aviv bedeutend abgekürzt werden wird. Eine zweite Straße, die vor allem strategischen Zwecken dient, soll entlang der Nordgrenze gebaut werden.