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Palästina · 1937-04-01 · Heft 4 (April 1937) · p. Seite 202

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 4 (April 1937)
Article
Die Entwicklung der Landwirtschaft im Verlaufe des letzten Jahres
Date
1937-04-01
Page
Seite 202 (sequence 2)
Language
German
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macht nach der Statistik der Jewish Agency Ende 1936 I5%> der Jüdischen Gesamtbevölkerung aus. Auch aus der Berufsstatistik der Histadmtiumtglieder ergibt sich eine erhebliche Stärkung des landwirtschaftlichen Sektors, die im Verlaufe des Jahres 1936 stattgefunden hat (die Prozentzahlen geben den Anteil der landwirtschaftlich Tätigen an der Gesamtzahl der Histadruthmitglieder wieder): Anfang 1937 Anfang 1936 Landwirtschaftliche Arbeiter in den Moschawoth 12.000 (12.6%) 5.500 (6.6%) Landwirtschaftlich Selbständige...... 11.700 (12.3%) 10.500 (12.4%) Insgesamt . [ . 23.700 (24.9%) 16.000 (19.0%) Die Zunahme der landwirtschaftlichen Arbeiter in den Kolonien steht zum Teil mit der Ersetzung arabischer Arbeitskräfte im Zusammenhang, im übrigen erklärt sie sich aus der vergrößerten Orangenernte und der Entwicklung der gemischten Wirtschaft. Im Gegensatz zum Fortschritt der ländlichen Siedlungstätigkeit ist der Bodenkauf im Jahre 1936 durch die politischen Verhältnisse im Lande weitgehend zum Stillstand gekommen, es wurden nur 18.146 Dunam hinzugekauft (gegenüber 72.905 Dunam im Jahre 1935 und 62.114 Dunam im Jahre 1934). Der gesamte jüdische Bodenbesitz stellt sich damit auf 1.3 Millionen Dunam. Die Produktion der jüdischen Landwirtschaft hat im Jahre 1936 auf fast allen Gebieten erhebliche Steigerungen erfahren. Ein Symptom der starken Entwicklung, die die intensive jüdische Landwirtschaft im Verlaufe des Jahres 1936 genommen hat, bildet die Zunahme des Bewässerungsstromabsatzes der Palestine Electric Corporation, der in den beiden letzten Jahren folgendes Bild aufweist: 1935 ...... 16.13 Millionen Kw/Std. 1936 ..... . 25.02 Millionen Kw/Std. Diese 55%ige Steigerung des Bewässerungsstromabsatzes erklärt sich bis zu einem gewissen Grade aus den geringen Niederschlägen im Frühjahr und Herbst letzten Jahres, aber auch während der niederschlagsfreien Monate April/September beläuft sich die Zunahme des Bewässerungsstromabsatzes auf 38%. Eine besonders starke Produktionssteigerung ergibt sich aus der diesjährigen Zitrusernte. Bis zur dritten Märzwoche wurden bereits 9.3 Millionen Kisten verschifft, gegenüber 5.7 Millionen Kisten im Vorjahr. Der Gesamtexport, der sich in der Saison 1935/36 auf nur 5.9 Millionen Kisten stellte, wird in der Saison 1936/37 die Höhe von mindestens 10 Millionen Kisten erreichen und damit den Vorjahrsexport um 70% übersteigen. Diese starke Exportsteigerung innerhalb eines Jahres erklärt sich teilweise aus dem vergrößerten Umfang der fruchttragenden Fläche, teilweise aus den Mindererträgen der vorjährigen Ernte infolge von Witterungsschäden. Die in dieser Saison erzielten Durchschnittspreise liegen unter den im Vorjahr erzielten Preisen, insbesondere wurden in der zweiten Februarhälfte für einen Teil der Frucht, der wähernd der starken Niederschlagsperiode geerntet wurde und infolge des starken Feuchtigkeitsgehaltes den Transport nicht gut überstanden hat, sehr ungünstige Preise erzielt. Der Erlös der Ausfuhr hat daher nicht indemselben Maße zugenommen wie die Ausfuhr selbst und dürfte bloß um 50 bis 60% höher sein als im Vorjahr. Die Erlöse aus dem Zitrusexport dürften sich daher um schätzungsweise \l/z Millionen £P, von 2l/2 Millionen £P im Vorjahr auf 4 Millionen £P in der Saison 1936/37 erhöhen. Etwa 60% des Exportes entfallen auf den jüdischen Zitrusanbau. Wenn ein Teil der Plantagenbesitzer infolge der gedrückteren Preise und sehr ungünstigen Verwertungsmöglichkeiten der nichtexportfähigen Frucht im Inland, auch ungünstiger abschneidet, so bedeutet der stark erhöhte Export für die Wirtschaft als ganzes dennoch ein wichtiges Aktivum.

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