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Palästina · 1937-03-01 · Heft 3 (März 1937) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 3 (März 1937)
Article
Die Landkarten Palästinas
Date
1937-03-01
Page
Seite 134 (sequence 3)
Language
German
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Küstenebene und des Emeks besonders die zahlreichen Neuerwerbungen im Süden des Landes hervor. Für die Bedürfnisse des weiteren Publikums wurde eine »Motor Map« mit besonderer Darstellung der Überlandstraßen und Angabe der Kilometerentfernungen auf dem Umschlag herausgegeben. Ferner veröffentlichte der Survey of Palestine Stadtpläne der großen Städte (Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, Jaffa), unter denen die neue Karte der Jerusalemer Altstadt im Maßstab 1 : 2500 als vorbildlich hervorgehoben sei. Größer, detaillierter und schneller auf dem Laufenden gehalten als die Stadtpläne des Survey sind diejenigen, die Z. Friedländer von Zeit zu Zeit für Tel Aviv und Haifa herausgibt. Außer allen diesen, praktischen Zwecken dienenden Karten wurde noch eine Serie farbiger topographischer Karten veröffentlicht, die die wirtschaftlich wichtigeren und leichter vermeßbaren großen Ebenen des Landes (Küstenebene, Emek Jesreel, Jordantal) im Maßstab 1 : 20.000 darstellt. Trotz des Erscheinens aller dieser Karten war die inzwischen veraltete Karte des Palestine Exploration Fund immer noch nicht ersetzt, denn es gab noch keine moderne Landkarte von ganz Palästina. Da trat nun der Survey endlich mit einem Kartenwerk vor die Öffentlichkeit, das diesem Bedürfnis Rechnung trägt. Es erscheint zur Zeit die »Topographical Map "of Palestine« in 14 Blättern im Maßstab 1 : 100.000. Bisher sind elf Blätter erschienen, vier von ihnen vorläufig in provisorischer Ausführung2. Bis Ende 1938 soll die Karte komplett sein. Diese Karte bedeutet einen grundlegenden Fortschritt und stellt Palästina bezüglich Landkarten in die erste Reihe der Länder Asiens. Die Blätter haben bequemes Format (im Mittel 45X45 cm 2025 km2 pro Blatt) und sind im Taschenformat gefaltet sehr handlich3. Die Karte ist mit wenigen Ausnahmen — so fehlen noch einige der jüngsten jüdischen Kolonien — auf den neuesten Stand gebracht. Sie gibt Lage und Grundriß der Siedlungen, Verlauf der Eisenbahnen und Landstraßen sowie deren Kilometerzählung an. Sie kennzeichnet durch verschiedene grüne Signaturen die Art des landwirtschaftlichen Anbaus (Wein, Zitrusplantagen, Oliven usw.). Ihr größter Fortschritt liegt aber wohl in der Geländedarstellung. In erheblichem Fortschritt gegen die Karte des Palestine Exploration Fund, die mit ihrer Schraffenmanier nur die Reliefp/asfr'/c, ohne genau zu sein, wiedergibt, bedient sich diese neue Karte der heute ganz überwiegend verwendeten Methode der Höhenlinien, die eine exakte Darstellung des Geländes und seiner Formen ermöglicht. Damit gibt die Karte, für manche Teile Palästinas erstmalig, eine richtige und exakte Darstellung ihres Reliefs. Erst sie gibt der landeskundlichen Forschung das unerläßliche grundlegende Hilfsmittel für Detailuntersuchungen. Aber die neue Karte hat auch eine erhebliche praktische Bedeutung. Sie ist die erste brauchbare Wanderkarte für ganz Palästina. Sie gestattet für alle seßhaft bewohnten Teile des Landes eine Übersicht über die auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen gezogenen Kulturen, deren Lokalisierung und Ausdehnung. Sie gibt die Relief- und Gefällsverhältnisse für alle Teile des Landes an, was für die Anlage von Straßen und Bewässerungssystemen nützlich ist. 2 Die letzten Unruhen haben das Erscheinen der Karte offensichtlich beschleunigt. Denn für die militärischen Operationen in den Gegenden von Nablus, Tulkarm und Hebron brauchte man dringend Landkarten, wreshalb die betreffenden Blätter in beschleunigtem Tempo hergestellt und nach Beendigung der Unruhen auch offiziell ausgegeben wurden. 3 Sie kosten 10 Piaster pro Blatt.

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