Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1937)
- Article
- Geophysikalische Arbeiten bei der Wassererschliessung in Palästina
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 66 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2379786-2379953-2379956-2410240--24375-2410396- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
gen fernhalten11, Detaillierte und namentliche Angaben sind nötig, um dauerndes Vertrauen zu gewinnen 12. Über die Arbeiten von Löwy ist am wenigsten bekannt geworden. Seine Arbeiten in Palästina nehmen auch gegenüber den Arbeiten von anderer Seite den geringst an Umfang ein. Wie schon gesagt, führte Löwy seine Untersuchungen fast ausschließlich im Beer-Schewa-Gebiet aus. Ob diese Arbeiten praktische Erfolge in bezug auf Wassererschließung erbracht haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Anscheinend sind auf Grund seiner Messungen und Gutachten noch keine Bohrungen niedergebracht worden. Die Pal. Geoph. Soc. veröffentlicht Ende vorigen Jahres einen summarischen Bericht. Nach diesem Jahresberichte wurden von der Gesellschaft insgesamt zirka 100.000 Dunam untersucht, das heißt die Gebiete von 44 jüdischen Siedlungen. »Auf Grund dieser Arbeiten wurden 27 Brunnenbohrungen ausgeführt, von denen nur fünf (frühe Arbeiten) die Untersuchungen nicht bestätigten. Die übrigen 22 Bohrungen ergaben eine Wassermenge von insgesamt 2300 m3/Stunde. Hierdurch ist die Wasserfrage für 16 Siedlungen vollständig und für sechs Siedlungen teilweise gelöst worden. Der durchschnittliche Sicherheitsgrad der Messungen 'beträgt 80%. Der Preis der geophysikalischen Untersuchung macht im Durchschnitt 11% der Bohrkosten aus.« Auf Grund dieses Berichtes müssen die praktischen Resultate der von der Pal. Geoph. Soc. durchgeführten Arbeiten als befriedigend angesehen werden, da der angegebene Erfolgsgrad weit über der Ziffer der Bohrungen liegt, die ohne Benützung geophysikalischer Untersuchungen glückten. Die erzielte mittlere Ergiebigkeit von über 100 m3/Stunden pro Brunnen erscheint besonders günstig. Es bedeutet jedoch einen Mangel in dieser Statistik, daß sie die Ergebnisse zusammengefaßt und nicht einzeln nennt1S. Die Autoren veröffentlichten in den palästinensischen Tageszeitungen und in verschiedenen Zeitschriften im Mai 1935 einen Jahresbericht, in dem sämtliche Orte, an denen Arbeiten zur Wasserversorgung auf Grund der Gutachten bereits durchgeführt waren, namentlich angeführt sind. Im Folgenden ergänzen wir diesen Bericht auf den derzeitigen Stand (Mai 1936). 11 Annoncen, wie sie über die geophysikalische Wassersuche vorliegen, wonach eine Gesellschaft es übernimmt »Wlasser in jeder beliebigen Tiefe nachzuweisen«, sind nicht geeignet der Sache zu dienen. 12 Summarische Statistiken, wTie sie hie und da veröffentlicht werden, sind für den ernsten Betrachter wertlos. 13 Der sachlichen Klärung halber wäre es z. B. wünschenswert, wenn über folgende 20 Untersuchungen, die zur Zeit der Abfassung des obengenannten Berichtes vorlagen, exakte Daten bekannt würden: 1. Sedschera, Untersuchung I (betr. Tiefbohrung der PICA). 2. Sedschera, Untersuchung II (Tief bohrung der PICA). 3. Nahariah. 4. Farm Stock. 5. Nahalal. 6. Gevat, Untersuchung I. 7. Gevat, Untersuchung II. 8. Ginegar. 9. Merchawia, Untersuchung I. 10. Merchawia, Untersuchung II. 11. Merchawia Kibbuz. 12. Tel Aviv. 13. Hakowesch. 14. Hulda. 15. Meschek Hap. Afuleh. 16. Naaneh. 17. Ramleh. 18. Gan Tapuchim, Untersuchung I. 19. Gan Tapuchim, Untersuchuna II. 20. Sheikh Abreik.