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Palästina · 1937-02-01 · Heft 2 (Februar 1937) · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 2 (Februar 1937)
Article
Geophysikalische Arbeiten bei der Wassererschliessung in Palästina
Date
1937-02-01
Page
Seite 63 (sequence 7)
Language
German
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Auf Grund dieser Arbeiten konnte man hauptsächlich drei Mängel feststellen, die einer weiteren Anwendung in der Praxis noch hindernd im Wege standen: 1. Die Meßtechnik war noch nicht so weit entwickelt, um mit Sicherheit in allen Fällen sagen zu können, daß die an der Erdoberfläche gemessenen Werte auch wirklich durch Erscheinungen und Wirkungen aus dem tieferen Untergrund hervorgerufen wurden. 2. Obschon das Problem der Ermittlung eines ersten Grundwasserhorizontes, bzw. seiner oberen Begrenzung im Prinzip gelöst werden konnte, besaß man doch kaum Möglichkeiten, um tiefere Horizonte zu ermitteln. Das bedeutete, daß es möglich war, eine oder einige wenige hervorstechende Schichtgrenzen im Untergrund von der Erdoberfläche aus ihrer Lage nach zu erkennen, daß es jedoch nicht möglich war, die Feinstruktur des Untergrundes bis auf größere Tiefen aufzudecken, die bei der systematischen und rentablen Wassererschließung notwendig ist. 3. Die Frage der gewinnbaren Wassermenge, die in der Praxis der Wassersuche oft ausschlaggebend ist, wurde in den früheren Arbeiten nur angeschnitten. Die von den Autoren in Palästina durchgeführten Arbeiten bemühten sich, in den Richtungen zu arbeiten, die durch die Mängel vorgezeichnet waren 7. Die Meßtechnik der elektrischen Widerstandsverfahren ist durch Versuche, die auf einem System ausgedehnter Kontrolle beruhen, so weit gesichert, daß hier keine prinzipiellen Schwierigkeiten mehr bestehen. Es ist möglich, an allen Stellen im Gebirge und in der Ebene, zur Trocken- und zur Regenzeit solche Meßdiagramme zu erhalten, die als reelle Indikationen der verschiedenen Schichten des Untergrundes und ihrer Eigenschaften angesehen werden dürfen. Weiterhin wurde ein mathematisches Verfahren entwickelt, das eine detaillierte Auswertung der Meßdiagramme gestattet, in der Art. daß man die Mächtigkeiten und absoluten elektrischen Widerstände jeder einzelnen Schicht des Untergrundes unter dem Meßpunkt berechnen kann. Hierdurch wurde es möglich, die Feinstruktur des Untergrundes bis auf größere Tiefen zu ermitteln und damit auch einen Schritt zur Lösung der dritten, noch ungeklärten Frage zu tun, nämlich der Ermittlung der im Boden verborgenen nutzbaren 'Wassermengen. Dadurch nämlich, daß man an jedem Meßpunkt Mächtigkeiten und Schichteigenschaften aufdeckt, kann man benachbarte Meßpunkte miteinander verbinden, damit den Verlauf der Schichten und den Aufbau des Erduntergrundes in dem ganzen Untersuchungsgebiet rekonstruieren. Solche Profile durch den Untergrund geben die Unterlage zur Bestimmung der Einzugsgebiete der einzelnen Schichten. Sie gestatten ferner durch Errechnung der absoluten Widerstandswerte der einzelnen Schichten eine Charakterisierung ihrer Porosität wie überhaupt ihrer Materialeigenschaften und erlauben insgesamt Schätzungen über die gewinnbaren Wassermengen, zuverlässiger als das bisher möglich war. Diese Lösung hydrologischer Fragen auf dem Wege des Aufbaus genauer Profile durch den Untergrund ist in der beschriebenen Art ebenso neu wie das benützte Auswertungsverfahren und ist an Beispielen in den obengenannten Arbeiten erstmalig veröffentlicht worden. Geoelektrische Gutachten zur Wasserversorgung in Palästina. Obwohl das physikalische Prinzip, das sie ihren Arbeiten zugrunde legen, bei Stern das gleiche ist wie bei Loehnberg—Loewenstein, weichen Art der Durchführung 7 A. Loehnberg und A. Loewenstein: Die geoelektrische Hydrologie als Teilgebiet der Analyse des Untergrundes. »Beitr. z. angew. Geoph.«, Bd. 6, H. 1 (1936), S. 52—88. Electrical Prospecting for Water. »The Mining Magazine«, Vol. LV, Nr. 3, London (1936).

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