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Palästina · 1937-01-01 · Heft 1 (Januar 1937) · p. Seite 28

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 1 (Januar 1937)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1937-01-01
Page
Seite 28 (sequence 14)
Language
German
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geschmuggelt worden wären; zum Streik im Hafen von Jaffa wäre es vielleicht überhaupt nicht gekommen. Herr Katznelson wurde in seinen Ausführungen häufig und beharrlich von fast allen Mitgliedern der Königlichen Komtmission mit Fragen unterbrochen, denen eine lebhafte Debatte mit mitunter scharfen Antworten folgte, obwohl Fragen wie Antworten übersetzt werden mußten. Sir H. Rumbold bemerkte, daß die Beschäftigung jüdischer Arbeiter im Jaffaer Hafen geeignet gewesen wäre, Unruhen hervorzurufen. Herr Katznelson erwiderte darauf, daß in diesem Falle Juden als Bürger zweiten Ranges angesehen werden. Bei einer richtigen Organisierung seitens der Behörden könnten aus der Anstellung jüdischer Arbeiter im Hafen keine Gefahren erwachsen. Sir L. Hammond richtete an den Zeugen eine Frage betreffend die Abwanderung jüdischer Arbeiter vom Lande in die Städte. Herr Katznelson erklärte, daß die jüdische Arbeiterbewegung ihre Mitglieder dazu erziehe, die Städte zu verlassen und sich auf dem Lande anzusiedeln; dies sei ihr hauptsächliches Ziel. Er fügte hinzu, daß Araber einschließlich von Hauranern an die Stelle der Juden treten, die in die Städte abwandern, da infolge der unzulänglichen Zahl der Arbeiterzertifikate ein Mangel an jüdischer Arbeit bestehe. Sir L. Hammond fragte, weshalb — falls es stimme, daß Juden zum Leben auf dem Lande erzogen werden — sie sich nicht freiwillig zum Polizeidienst in landwirtschaftlichen Bezirken meldeten? Herr Katznelson entgegnete, daß erst vor kurzem 3000 Juden als Hilfspolizisten eingestellt werden seien, und daß die Mehrzahl der Juden bereit sei, sich für Polizeidienst zur Verfügung zu stellen. Auf die Frage 5fr L. Hammonds, ob er imstande sei, diese Männer dem Polizeichef vorzuführen, antwortete Herr Katznelson, daß er auf Verlangen bereit sei, das zu tun. Sir H. Rumbold fragte, ob es stimme, daß es in den Städten 6000 jüdische Arbeitslose gibt; Herr Katznelson erklärte, daß deren Anzahl nur 2500 betrage. Herr Katznelson schilderte die Familiendramen, die die Einwanderungsbeschränkungen und die unfreundliche Weise, in der die Regierung diese Bestimmungen interpretiere, zur Folge hätten. Ferner setzte Herr Katznelson, der mit beträchtlicher Wärme sprach, die Beschwerde der Juden über die Verweigerung von Staatsländereien auseinander. Tausende von Dunam Boden seien von den Behörden an Araber, darunter sogar an städtische Araber vergeben worden; einige Effendis hätten je über 1000 Dunam im Beisaner Bezirk erhalten, wo für das Auskommen einer Familie die Mindestbodenfläche mit 150 Dunam angesetzt worden sei, was schon an sich viel zu hoch bemessen sei; während sogar jüdische Frontkämpfer, ehemalige Mitglieder des Jüdischen Bataillons, das in Palästina mitgekämpft hätte, auf ihre Gesuche nach Boden zur Ansiedlung wiederholt abschlägige Antworten bekommen hätten. Die Kommissionsmitglieder, die offensichtlich die von der Histadruth unterbreitete Denkschrift aufmerksam gelesen hatten, stellten eine Reihe von Fragen bezüglich des vorgeschlagenen Mindestlohn-Gesetzes, der KrankheitsVersicherung und der Munizipal- Verwaltung. Herr D. Hos, der die letztgenannte Frage beantwortete, führte aus, daß ein Bedürfnis nach Erweiterung der Selbstverwaltung in den Dörfern und nach einem größeren Ausmaß an Autonomie in den Stadtverwaltungen und Räten bestehe. Frau G. Meyerson, als Vertreterin der Histadruth-Exekutive, befaßte sich in ihren Aussagen mit Fragen des Frauenstimmrechtes. Sie wies auf die schwierige Position

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