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Palästina · 1937-01-01 · Heft 1 (Januar 1937) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 1 (Januar 1937)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1937-01-01
Page
Seite 20 (sequence 6)
Language
German
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im Beisangebiet zeigten, während die Gesamtfläche der Staatsländereien in jener Gegend 70.000 Dunam ausmachte. Der KKL erklärte, daß er sich für die 12.000 Dunam interessiere; seitens der Regierung sei ihm jedoch später mitgeteilt worden, daß 4000 Dunam davon nicht übertragen werden können; was die restlichen 8000 Dunam betreffe, so würde er demnächst von der Regierung über ihre Entscheidung verständigt werden. Bis zum heutigen Tage jedoch habe der KKL weder diese Mitteilung noch Einzelheiten über andere Staatsländereien erhalten, die der Leiter des Bodenentwicklungsdepartements ihm zu übermitteln versprochen habe. Dr. Hextet erklärte, daß die Ziffer von 294.000 Dunam nie erwähnt worden sei, noch sei je eine klare Angabe über die Gesamtfläche der verfügbaren Staatsländereien gegeben worden. Der Zeuge wandte sich sodann der Frage der Anbaufähigkeit zu und erklärte, daß diese nicht von der Qualität des Bodens, sondern von der Wechselwirkung wirtschaftlicher und anderer Faktoren, die nicht beständig blieben, abhängig sei. Er forderte schnellere Durchführung der Landvermessung; wie die Dinge jetzt liegen, würde diese erst in 30 bis 40 Jahren zu Ende geführt werden, was den Fortschritt stark behindere. Weitere Hindernisse seien gemeinsamer Bodenbesitz und die Zerstückelung des Grundbesitzes, die bei den Arabern üblich sei. Dr. Hextet empfahl die Gewährung von Regierungsanleihen an jüdische landwirtschaftliche Kooperativgenossenschaften, eine aktivere Politik der Trockenlegung von Sümpfen sowie verstärkte Unterstützung landwirtschaftlicher Untersuchungsarbeit, ferner die Herabsetzung des Zinsfußes der Landwirtschaftlichen Bank der Regierung, der gegenwärtig 8% betrage, denn es sei Pflicht der Regierungsinstitute, in der Festsetzung niedriger Zinsen mit gutem Beispiel voranzugehen. Ferner forderte Dr. Hextet eine progressivere Straßenbaupolitik und wiederholte die Bereitwilligkeit der Jewish Agency, in Zusammenarbeit mit der Regierung die Gesamtfläche der Staatsländereien festzustellen; er bat die Regierung um ihre Unterstützung bei der Entdeckung von Wasserquellen im Gebiete Beerscheba. Auf eine Frage von Sir L. Hammond erklärte Dr. Hexter, daß die Zionisten bestrebt seien, ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Palästinas auf dem Lande anzusiedeln. Falls die Berechnung Dr. Ruppins, daß noch anderthalb Millionen Dunam bewässerbaren Bodens zur Verfügung stehen, stimme, ergebe sich die Möglichkeit, noch 60.000 jüdische Familien in der Landwirtschaft zu verankern. Sir L. Hammond erinnerte daran, daß der Archäologe Sir Flinders Petrie die Überreste eines ausgedehnten Bewässerungssystems in Palästina ausgegraben habe und bemerkte, daß die Römer dieses System unter Benutzung von Sklavenarbeit aufgebaut hätten. Dr. Hexter entgegnete darauf, daß die Juden an Stelle von Sklaven die Mittel der nationalen Fonds zur Verfügung haben. Sir L. Hammond sagte, daß nach Sir Flinders Petrie das römische System während vieler Generationen entstanden sei, während die Juden jetzt auf die Beschleunigung des Tempos drängen. Dr. Hextet erwiderte, daß die moderne Wissenschaft die Arbeit sehr stark verringere, und fügte hinzu: »Die Hoffnung und den Glauben haben wir — von der Regierung erbitten wir nur Unterstützung.« Herr Wolfson, leitender Direktor der PICA in Palästina, schilderte in lebendigen Ausdrücken die Notwendigkeit eines Bodensystems, das Schutz gegen die Besetzung von Böden durch Unbefugte gewähren würde, wobei er auf die Gefahren des gegenwärtigen Systems hinwies. Was die Suche nach Wasser betrifft, so erklärte er, daß es unmöglich sei, mit Bestimmtheit zu sagen, daß es an irgendeinem beliebigen Ort kein Wasser gibt; denn die Erfahrung habe gezeigt, daß in Gegenden, die von Geologen für wasserlos erklärt worden seien, Juden durch beharrliche Bemühung schließlich doch Wasser entdeckt haben. Die Forderung nach Beschleunigung der Bodenvermessung

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