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Palästina · 1936-12-01 · Heft 12 (Dezember 1936) · p. Seite 631

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 12 (Dezember 1936)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1936-12-01
Page
Seite 631 (sequence 19)
Language
German
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Hechaluz als Eisenbahnarbeiter hin« Zum Schluß erwähnte er die wachsende Anzahl von Seeleuten und Hafenarbeitern unter den Palästina-Einwanderern. Die Verteilung von Zertifikaten* Als nächster Zeuge erklärte Dr. Werner Senator die Art und Weise der Verteilung der Zertifikate und stellte fest, daß diese nach Kategorien und nach den Ländern erfolge. So erhalte Polen, mit seiner jüdischen Bevölkerung von 3,200.000, stets ein Drittel der zur Verfügung stehenden Zertifikate; Deutschland habe in den letzten drei Jahren ein Viertel derselben zugewiesen bekommen. Dr. Senator erwähnte insbesondere Saloniki, von wo geschulte Hafenarbeiter einwandern; die jemenitischen Juden bezeichnete er als den anpassungsfähigsten und überaus wertvollen Teil der jüdischen Einwanderung. Die Kommissionsmitglieder zeigten lebhaftes Interesse für die Lage der Juden im Jemen. Herr Shertok schilderte ihre Existenz im dortigen Ghetto. Lord Peel erkundigte sich nach der Methode der Verteilung der Zertifikate unter die Parteien. Dr. Senator erklärte, daß ein gewisser Prozentsatz für die Agudath Israel reserviert sei, während der Rest an die Hachschara-Punkte nach ihrer zahlenmäßigen Stärke, und nicht parteimäßig, verteilt werde. Dr. Senator hob die Bedeutung der Einwanderer der Kapitalistenkategorie hervor, die neue Arbeitsmöglichkeiten schaffe. In den drei Jahren 1930 bis 1932 seien 1138 Kapitalisten, in den Jahren 1933 bis 1935 dagegen 14.683 Kapitalisten ins Land gekommen, das heißt 6%, bzw. 11% der Gesamteinwanderung. Die Anzahl derjenigen, die ihr Kapital verzehren, sei minimal; die große Mehrheit habe ihr Geld auf produktive Weise angelegt. Dr. Senator erwähnte, daß der Hochkommissär in einer Tagung der Ständigen Mandatskommission erklärt habe, daß die Kapitalisten sich bewährt hätten. Als Dr. Senator erklärte, daß die Mittelstands-Einwanderer neue Bedürfnisse schufen und den Lebensstandard hoben, warf Lord Peel ein: »Ich bin froh, auch einmal etwas Gutes über sie zu hören; ich bin es gewohnt, daß man sie stets angreift.« Dr. Senator sagte aus, daß die Juden aus Deutschland im Jahre 1933 55%, im folgenden Jahre 35%, im Jahre 1935 29% der Gesamteinwanderung bildeten. Ferner führte er aus, daß die Aufnahmefähigkeit des Landes die Schließung der Handwerkerkategorie nicht rechtfertige. Sodann fing Dr. Senator an, die Jugendalijah zu schildern, durch welche es in den letzten zweieinhalb Jahren gelungen sei, 1400 Jugendliche ins Land zu bringen. Vor Beginn der Zeugenaussagen in der Sitzung vom 2. Dezember forderte der Vorsitzende Lord Peel Herrn M. Shertok auf, eine in knapper Form gehaltene, übersichtliche Aufstellung der jüdischen Beschwerden der Kommission demnächst vorzulegen. Dr. Senator setzte seine Aussagen bezüglich Jugendalijah fort. Er beklagte sich über die neue Praxis der Regierung, die Zertifikate für Jugendliche im Rahmen der allgemeinen Einwänderungs-Schedule zu gewähren, anstatt, wie früher, Sonderzertifikate für Jugendeinwanderung außerhalb der Schedule zu bewilligen. Zu diesem Punkte führte Herr Shertok seinerseits aus, daß Palästina die einzige Hoffnung auf Rettung für die jüdische Jugend Deutschlands sei. Die neue Praxis der Regierung sei geeignet, diese letzte Hoffnung zu gefährden. Herr Shertok schilderte, wie jüdische Jugendliche in Deutschland für Palästina vorbereitet werden, und erklärte» wie wichtig es sei, daß diese jungen Menschen möglichst bald nach Palästina kommen, da ihre Einwanderung für das Land von großem Nutzen sei.

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