Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Die Königliche Kommission
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 632 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Angehörige von Immigranten, Dr. Senator wandte sich sodann der Frage der Familienangehörigen vom Immigranten zu, wobei die Kommissionsmitglieder Fragen über das zahlenmäßige Verhältnis der Angehörigen zur Gesamteinwanderung an ihn richteten- Dr. Senator erklärte, daß die vor kurzem in Erscheinung getretene Erhöhung der Anzahl von Angehörigen größtenteils auf die Tatsache zurückzuführen sei, daß vor Reorganisation des Einwanderungsdepartements der Regierung im Jahre 1934 große Rückstände von Gesuchen sich angesammelt hatten. Die jetzige Durchschnittszahl sei ein Angehöriger pro Einwanderer. Er beschwerte sich über den Ausschluß von Geschwistern unter 18 Jahren von der Kategorie der Angehörigen; diese Maßnahme habe zur Folge, daß große Geldbeträge aus Palästina zwecks Unterstützung von Angehörigen nach dem Ausland geschickt werden, was für die Wirtschaft Palästinas schädlich sei. Er bat die .Kommission, dies als eine der von den Juden vorgebrachten Beschwerden zu notieren. Sir H. Rumbold erkundigte sich nach der Einwanderung von Kommunisten, die er als sehr unerwünscht bezeichnete. Herr Shertok erwiderte darauf, daß die Jewish Agency alle ihr zu Gebote stehenden Mittel anwende, um die Einwanderung von Kommunisten zu unterbinden; er fügte hinzu, daß die Zahl der in Palästina befindlichen Kommunisten sehr unbedeutend sei. Nichtjüdische Einwanderung aus Nachbarländern* Herr Elijahu Epstein, der vor kurzem im Auftrage des Politischen Departements der Jewish Agency eine Studienreise nach den arabischen Nachbarländern machte, sagte über die Einwanderung von Arabern aus Transjordanien, dem Hauran und anderen Ländern aus. Er führte Tatsachen an, aus denen ersichtlich ist, daß die arabische Einwanderung nach Palästina weder vorübergehend noch saisonmäßig ist, und erklärte, daß die Araber nicht nur nach Palästina kommen, weil das Land für sie besonders anziehend sei, sondern auch infolge der großen Armut in ihrer Heimat. Er schätzte, daß im Laufe der Jahre 1934 und 1935 mindestens 25.000 Hauraner nach Palästina gekommen sind. Da eine Besserung der Lage im Hauran nicht zu erwarten sei, so bestehe auch keine Aussicht auf eine Verminderung der Einwanderungsziffer, es sei denn, daß die Hauraner an der Grenze angehalten werden. Die Anzahl der illegal im Lande verbliebenen Hauraner schätzte er auf 8000 und wies darauf hin, daß diese Einwanderung ein ernstes Problem darstelle. Rundschau ^B^LI^^^l^l^B^ Unser langjähriger Mitarbeiter, Dr. Jacques Ad-ler, ist am IL November, erst 44 Jahre alt, in Tel Aviv, gestorben. Dr. Adler war von Jugend auf in der zionistischen Bewegung eifrig tätig gewesen und hatte sich als volkswirtschaftlicher Schriftsteller in Leipzig einen sehr guten Ruf erworben. 1933 übersiedelte er nach Palästina. Seine allmonatlich in unserer Zeitschrift