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Palästina · 1936-12-01 · Heft 12 (Dezember 1936) · p. Seite 624

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 12 (Dezember 1936)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1936-12-01
Page
Seite 624 (sequence 12)
Language
German
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Juden zu verdanken sowie ferner der Tatsache, daß die Juden in Palästina eine junge, gesunde Bevölkerung darstellen. Mit den Erklärungen Oberst Herons wurde die erste öffentliche Sitzung geschlossen. Bodenfragen. Die zweite öffentliche Sitzung der Untersuchungskommission war den Fragen der Bodenpolitik der Regierung gewidmet. Als Zeugen erschienen die Herren Harris, Bewässerungsfachmann der Regierung; Andrews, Bodenentwicklungsreferent; ferner 5a/- mon und Bennett Beamte des Bodendepartements; sie wurden gleichzeitig vernommen, indem jeder von ihnen Fragen beantwortete, die sich auf sein Ressort bezogen. Die Herren Dr. Ruppin, Dr. Hextet, Dr. Thon, Granowsky und Joseph wohnten der Sitzung als Vertreter der Jewish Agency bei. Der einzige anwesende Araber war George Antonius, der politische Berater des Mufti und Leiter des aus einer amerikanischen Quelle subsidierten Instituts für die Fragen des Nahen Ostens. Die Fragen der Kommissionsmitglieder ergaben die Tatsache, daß die anbaufähige Bodenfläche Palästinas 7 Millionen Dunam, die nichtanbaufähige (einschließlich der Wälder) 6J4 Millionen Dunam beträgt, wobei der Bezirk Beer Scheba in die Berechnungen nicht einbezogen wurde. Es sei unrichtig, daß die Staatsländereien 1,100.000 Dunam betragen. Seit 1920 haben Juden 682.000 Dunam käuflich erworben, deren Wert auf 7,731.000 £ geschätzt wird. Die Gesamtbodenfläche in jüdischem Besitz beträgt gegenwärtig 1,332.000 Dunam. Sämtliche Ziffern wurden von den Zeugen genau begründet. Die Kommissionsmitglieder zeigten lebhaftes Interesse für die Methode deren Errechnung. Auf die Frage Lord Peels, welche Schritte die Regierung unternommen habe, um laut Punkt 6 des Mandats in Zusammenarbeit mit der Jewish Agency die geschlossene Siedlung von Juden auf dem Lande zu fördern, erklärte Mr. Harris, daß im allgemeinen die gesamte Politik der Regierung diesem Zwecke diene. Um nähere Angaben befragt, konnte er nur auf Straßenbau, Trockenlegung von Sümpfen, landwirtschaftliche Versuchsstationen, Zuschüsse an die Versuchsstationen der Jewish Agency sowie Unterstützung der Landwirtschaftlichen Hypothekenbank hinweisen, ferner auf die großen Ausgaben für Sicherheit, die auf das Bestehen geschlossener Siedlungsgebiete zurückzuführen seien. Mr. Andrews sagte aus, daß die Bodenpolitik der Regierung den Arabern mehr als den Juden zugute komme, da der Bodenbesitz der Ersteren hauptsächlich aus Getreideböden besteht. Lord Peel stellte fest, daß die Bodenpolitik der Regierung in der Formel »Erst Urbarmachung, dann geschlossene Ansiedlung« zusammengefaßt werden könne. Sir L. Hammond erkundigte sich, unter Bezugnahme auf die Tatsache, daß gegenwärtig 50.000 Juden auf dem Lande angesiedelt sind, nach der Möglichkeit der Ansiedlung weiterer Juden auf Staatsboden. Die Zeugen Bennett und Andrews erklärten, daß keinerlei Staatsländereien für jüdische Siedlung verfügbar seien, da der urbare Teil dieser Böden für die Wiederansiedlung von Arabern vorgemerkt sei. Mr. Harris, der über Wasserversorgung befragt wurde, gab zu, daß die Regierung so gut wir garnichts zur Entdeckung neuer Wasserquellen beigetragen habe. Auf die Frage, ob Juden sich in dieser Richtung betätigen, antwortete Mr. Harris verneinend; Mr. Andrews jedoch warf ein, daß ihm von erfolgreichen Brunnenbohrungen in Javniel und an anderen Orten bekannt sei. Lord Peel erklärte, nach Einsichtnahme in die statistischen Vorlagen, daß trotz der bedeutenden Bodenfläche, die seit 1920 in jüdischen Besitz überging, die Zahl der verdrängten Araber minimal sei. Mr. Andrews sagte unter Anführung des Beispiels von

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