Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Die Königliche Kommission
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 623 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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der Bevölkerung verfügt, beträgt 150.000 Pfund jährlich, während das Budget der jüdischen Gesundheitseinrichtungen zirka 318.000 Pfund jährlich beträgt. Auf der einen Seite haben wir so eine entwickelte medizinische Organisation und einen Gesundheitsdienst für Juden, die größtenteils von den Juden selbst erhalten werden, und auf der anderen Seite einen nicht ausreichenden Gesundheitsdienst für die Araber.« Oberst Heron berührt sodann die Frage des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen den arabischen und jüdischen Angestellten des Gesundheitsdepartements, wobei er betont, daß er sich stets darum bemühe, die entsprechende Relation aufrecht zu erhalten. Lord Peel: Gewähren die jüdischen Krankenhäuser nur Juden Hilfe? Oberst Heron: Wenn sich ein Araber an sie wendet, nehmen sie ihn auf. Im allgemeinen aber wenden sich ausschließlich Juden an die jüdischen Krankenhäuser. Lord Peel: Wo haben die jüdischen Ärzte ihre Ausbildung erhalten? Oberst Heron: Im Auslande. Lord Peel: Und die arabischen Ärzte? Oberst Heron: Die meisten von ihnen an der Universität Beirut und in Ägypten. Sir L. Hammond: Ich habe irgendwo gelesen, daß es zuviel Ärzte im Lande gibt. Oberst Heron: Das ist richtig. Sir L. Hammond: Und was tun die Ärzte? Oberst Heron: Ein großer Teil von ihnen ist in anderen Berufen untergekommen. Es gibt viele Ärzte auf dem Lande. Ein Arzt kommt auf ungefähr 600 Einwohner, Juden und Araber. In Tel Aviv kommt ein Arzt auf 161 Personen. Im Laufe des letzten Jahres sind 600 neue Ärzte ins Land gekommen. Loni Peel: Ich glaube, das verbessert den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Oberst Heron: Ich bin derselben Meinung. Es erhöht jedoch auch die Konkurrenz. Sir M. Carter: Woher kam der größte Teil dieser 600 Ärzte? Oberst Heron: Ein großer Teil kam aus Deutschland. Sir M. Carter: Verwenden Sie diese Ärzte? Oberst Heron: Ja. Sehr stark. Lord Peel: Und gewiß sind Sie auch damit zufrieden, daß Sie eine so hochstehende Ärzteschaft haben. Oberst Heron: Ja. Selbstverständlich. Sir M. Carter: Besteht im Lande die Verpflichtung der Pockenimpfung und haben Sie dabei keine Schwierigkeiten? Oberst Heron: Nicht die geringste, selbst unter den Beduinen nicht. Lord Peel: Und wie steht es mit der Malaria? Oberst Heron: Mit der Malaria hatten wir Sorgen und noch heute geben wir große Beträge aus, um diese Krankheit zu bekämpfen. Ich habe hier eine Statistik, die zeigt, wie der Prozentsatz der Malariaerkrankungen im Lande gesunken ist. Besonders stark ist der Prozentsatz der Malariafälle in Jerusalem gesunken. Dagegen ist auf dem Lande der Erfolg schwächer, aber auch dort ist die Zahl der Erkrankungen heute bedeutend geringer. Beide Teile der Bevölkerung helfen bei der Bekämpfung dieser Krankheit gerne mit und es wurden im ganzen Lande viele Aktionen unternommen. Lord Peel: Haben diese Verbesserungen sich auch hinsichtlich der Sterblichkeit ausgewirkt? Oberst Heron: Ja. Jedenfalls in der arabischen Bevölkerung. Besonders unter den Mohammedanern ist die Sterblichkeit geringer geworden. Im letzten Jahre ist sie bis auf 131 pro 1000 Geburten gesunken. Bei den Juden ist die Sterblichkeit auf 72 pro 3000 Geburten gesunken. Dies ist dem glänzenden Gesundheitsdienst unter, den