Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Die Königliche Kommission
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 621 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Sir M. Carter: Wenn dem so ist, können wir die Kategorie B fast ganz vernachlässigen. Mr. Mills: Das ist -richtig. Die weiteren Fragen des Kommissionsmitgliedes beziehen sich auf die verschiedenen Ziffern im Bericht des Einwanderungsdepartements für 1935. Er behandelt die 280 handwerklichen Fachleute, die im genannten Jahre eingewandert sind, und fragt, welche Qualifikationen von diesen Einwanderern gefordert werden. Mr. Mills erklärt hierzu, daß die Regierung sich bemühe, eine entsprechende Gesetzgebung hinsichtlich der Vorbildung zu schaffen, die von Handwerkern verlangt werden soll, und darauf achte, daß die Ausbildung dieser Einwandererkategorie der Forderung des Gesetzes entspreche. Das Einwanderungsdepartement berücksichtige bei der Verteilung von Einwanderungszertifikaten für handwerkliche Fachleute die Nachfrage nach Fachleuten in den verschiedenen Berufen des Landes. Weiterhin behandelt Sir M. Carter die Einwanderung von Kultusbeamten, die im Jahre 1934 207 Personen, im Jahre 1935 727 und einschließlich der Familienangehörigen 1857 Personen betragen habe, und fragt Mr.. Mills nach der Ursache dieser Steigerung. Mr. Mills antwortet, daß der einzige Grund, den er anführen könne, sei, daß in den Jahren 1934 bis 1935 das Oberrabbinat eine große Anzahl von Anträgen auf Einwanderungszertifikaten für Kultusbeamten gestellt und daß er, Mills, diese Anträge genehmigt habe. Darnach aber habe er die Sicherheit verloren, ob das Oberrabbinat eine so große finanzielle Verantwortung für die Erhaltung von 2000 Personen für einige Jahre tragen könne. Sir M. Carter: Hat sich diese Einwanderung dieses Jahr verringert? Mr. Müh: Ja. Sir M. Carter möchte sodann wissen, wieviele von den 15.700 Familienangehörigen palästinensischer Einwohner, die 1935 ins Land gekommen sind, mit der Kapitalisteneinwanderung und wieviel mit den anderen Einwanderungskategorien verbunden waren. Mr. Mills erklärt hierzu, daß er nicht imstande sei, eine solche Verteilung vorzunehmen, er habe jedoch den Eindruck, daß die meisten Familienangehörigen Personen sind,' die auch auf dem normalen Wege ein Einwanderungszertifikat hätten bekommen können. Sir M. Carter berührt dann den Vorgang der Genehmigung von Anträgen von Kapitalisten und zitiert hierbei die Statistik der Kapitalisteneinwanderung in den Jahren 1930 bis einschließlich 1935, die folgendermaßen aussieht: 1930 172, 1931 233, 1932 772, 1933 3052, 1934 5154, 1935 6309. Mr. Mills erklärte hierzu, daß die Anträge bei den Beamten der Paßämter der britischen Konsulate gestellt würden und die Beamten darüber namens des Leiters des Einwanderungsdepartements der Palästinaregierung entschieden. Sie seien hierbei jedoch — abgesehen von Fällen, in denen der Antragsteller nachweist, daß er entsprechenden Besitz in Palästina habe — dazu verpflichtet, die Details jedes Antrages dem Leiter des Einwanderungsdepartements in Jerusalem zu unterbreiten, damit er die Richtigkeit der Angaben nachkontrolliere. Sir M. Carter: Wie gelangen diese Anträge zu Ihnen? Treffen sie zu verschiedenen Terminen ein? Mr. Mills: Ja, sie treffen aus den verschiedenen Ländern mit der wöchentlichen Post ein. 5fr M. Carter: Wenn Sie die Aufnahmefähigkeit des Landes im Zusammenhang mit der Erteilung der Arbeiterschedule betrachten, berücksichtigen Sie dann die Zahl der Anträge in Kategorie A, die Sie erhalten? Mr. Mills: Nein.