Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Die Gründung eines Institutes für Wasserfragen
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 606 (sequence 3)
- Language
- German
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4. Einen Geometer, mit besonderer Eignung für topographische und hydrographische Vermessungen. 5. Einen Chemiker mit Praxis in Wasserfragen. 6. Zwei technische Hilfskräfte. 7. Eine Kanzleihilfskraft. 8. Zwei ständige und eine Anzahl zeitweiser Arbeiter. b) Zur Durchführung der Aufgaben wäre ein generelles zehnjähriges, und ein detailliertes, etwa dreijähriges Programm auszuarbeiten. Die Programme hätten zu umfassen (um nur das Wichtigste zu erwähnen): 1. Die systematische Erfassung der Wassermengen und deren Schwankungen, die auf der Erdoberfläche in Erscheinung treten oder abfließen, durch Beobachtung der Wasserstände in den wichtigeren Flüssen, Bächen, Seen und Wadis (Aufstellung und permanente Beobachtung zahlreicher Pegel), ferner durch ständige Messung wichtiger Quellen (durch Überfälle) und sporadische Messungen von Quellen, Flüssen und Wadis mit hydrometrischen Meßgeräten und Apparaten und Anwendung der chemischen Methoden zur Wassermengenbestimmung. 2. Die systematische Erfassung und ständige Beobachtung der Grundwasserströme, durch Sammlung der bisher von der Regierung, Universität, Institutionen, Gesellschaften und privaten Personen, erhobenen Materials über Bodenprofile, geologische Schichtungen und Wasserniveaubeobachtungen, weitere Beobachtungen dieser Objekte, Anlage von seichten und tiefen Sondierungen und ständiger Beobachtung der Wasserstandsschwankungen, Erhebung der Ergebnisse der Grundwasserschwankungen durch die bisherigen Eingriffe (Bohrungen, Pumpen usw.). 3. Systematische Erforschung der Auffang- und Nährgebiete durch eingehende Terrainstudien, orographischer, geologischer und. hydrographischer Natur, Beobachtung der Wege des Grund- und artesischen Wassers durch Farbversuche, Beobachtungen der unterwegs bestehenden Brunnen und Bohrungen. Feststellung der eventuellen Zusammenhänge augenscheinlich verschiedener hydrologischer Systeme, besonders mit Rücksicht auf die Einzugsgebiete. 4. Durchführung verschiedener Versuche im Laboratorium, hauptsächlich jedoch unter natürlichen Bedingungen auf dem Terrain selbst, zunächst betreffs geeignete Verfahren zur Entsalzung von Bewässerungswasser, Feststellung der Bewässerungselemente; ferner Veranlassung und Verwertung (bei der Station Rechowoth) verschiedener Böden- und Wasseranalysen. 5. Veranlassung von systematischen Beobachtungen an bestehenden Wasserversorgungsanlagen für Trink-, Nutz- und Bewässerungszwecke, Sammlung und Verwertung des Materials. 6. Sammlung und Verwertung der bezüglichen Forschungsergebnisse verwandter Institute, eventuell Nachprüfung von Einzelfragen für unsere Verhältnisse. 4» Die Dotierung des Institutes« I. Die Ausgaben für das Personal müßten hinter den Sachausgaben zurücktreten, denn das reichhaltigste und bestausgestattete Menschenmaterial kann keine großen Ergebnisse zeitigen, wen/i die Mittel zur materiellen Durchführung der eigentlichen Arbeiten, nicht in genügender Menge vorhanden sind. Nachdem die Leitung des Institutes vorderhand, vielleicht auch für lange Zeit,, nur einen geringen Teil der Arbeitskraft eines in diesen Fragen erfahrenen Mannes absorbieren würde, so wäre die Dotation für denselben bloß auf die direkten Spesen zu beschränken. Die Personalausgaben dürften also jährlich wie folgt betragen: