Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 11 (November 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Oktober 1936
- Date
- 1936-11-01
- Page
- Seite 570 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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lief sich am 1. Oktober 1936 auf 6,041.134 £P, blieb also gegenüber dem Vormonat unverändert. Zitrusfrüchte Infolge der Beendigung des Araberstreiks ist heute nicht mehr zu bezweifeln, daß der Zitrus-Export Palästinas in der Saison 1936/37 glatt vor sich gehen wird, im Vergleich zu den Vorjahren allerdings mit der Neuerung, daß diesmal sich auch der Hafen von Tel Aviv an der Verschiffung beteiligen wird. Erinnert man sich, wie bei weit geringeren Exportmengen Haifa und Jaffa schon in den letzten Wintern an häufigen Transport-Stauungen litten, so muß es auch vom rein verkehrstechnischen Gesichtspunkt begrüßt werden, daß nunmehr auch Tel Aviv mitarbeiten wird, besonders angesichts der heurigen Rekordernte. Der Grapefruits-Export ist via Haifa seit Anfang Oktober flott im Gange; die erste Sendung via Tel Aviv wurde am 12. Oktober verladen. Der Verschiffungsbeginn für Orangen ist von der Regierung für den 20. November angesetzt. Staatliche Lagerhäuser für den Bahntransport der Zitrus-Früchte nach den Häfen stehen in dieser Saison auf den Stationen, Tel Aviv, Petach-Tikwah, Chedera, Rechowoth, Kalkilia, Tulkarm und Jibna zur Verfügung, bei einer Lagerhausgebühr von J^> Mil pro Kiste. Die innerpalästinensische Quarantänelinie für Zitrus-Früchte, die mit Rücksicht auf die »Black Scale«-Plage seit mehreren Jahren bestand, ist soeben aufgehoben worden, wodurch der Inlandsabsatz nordpalästinensischer Früchte auf dem südpalästinensischen Markte bedeutend erleichtert wird, was insbesondere auch den jüdischen Pflanzungen im Jordantal zugute kommt. Die Absatz- und Preis-Aussichten in Großbritannien und auf dem Kontinent sind infolge der spanischen Wirren immer noch ganz ungewiß. Letzthin zahlten die Exporteure an die Pflanzer beim »Vorverkauf ab Baum« 200 bis 275 Müs pro Kiste Orangen, gegenüber 175 bis 225 im Vormonat, was auf eine freundlichere Beurteilung der Situation schließen läßt. Die Auswirkungen der Valuta-Abwertung auf das Geschäft in Frankreich, Holland, der Tschechoslowakei, wird vorläufig noch uneinheitlich beurteilt. Auf dem englischen Markte wird von der Palästina-Regierung als große Propagandaveranstaltung, eine »Palästina-Zitrus-Ausstellung« geplant, die am 26. Jänner 1937 in London eröffnet werden soll. Erwähnt sei, daß palästinensische Zitronen soeben in London Preise von 1,250 bis 1,500 £P pro Kiste erzielten, was für sehr günstig gelten kann, da um die gleiche Zeit des Vorjahrs nur —.700 bis —,900 £P gezahlt wurden. Getreide, Futtermittel und Mehl Die Regierung hat soeben die Einheitswerte, wie sie der Einfuhrverzollung zugrunde zu legen sind, für das vierte Quartal 1936 festgesetzt. Es ist von Interesse, sie mit denen der drei vorausgegangenen Quartale zu vergleichen. Alle Werte in £P pro Tonne: 1936 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Roggen ......... 5,750 5,450 5,500 6,700 Weicher Weizen...... 7,700 7,700 7,700 8,500 8,000 8,000 8,000 8,000" Weizengrieß und Graupen (in zwei 8 550 u. 8,450 u. 8,475 u. 8,500 u. 8,850 8,800 8,900 9,000 Roggenmehl (in drei Wertklassen) . 5,500 bis 5,450 bis 5,500 bis 5,800 bis 9,000 9,000 10,750 13,000 Weizenmehl (in vier Wertklassen) . 5,650 bis 5,650 bis 5,750 bis 6,500 bis 13,000 12,250 11,650 13,000