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Palästina · 1936-10-01 · Heft 10 (Oktober 1936) · p. Seite 523

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 10 (Oktober 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: September 1936
Date
1936-10-01
Page
Seite 523 (sequence 3)
Language
German
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und Großverbrauchern (Brotfabriken). Wie international, haben sich auch in Palästina die Mehlpreise wieder um eine Kleinigkeit abgeschwächt. Kolonialwaren Die Lage auf dem Zucker -Markte hat sich nicht wesentlich verändert; etwas Interesse fanden Offerten in Java-Zucker ab Port-Said. Was Reis angeht, so hat vor kurzem die neue Haifaer Reismühle ihre ersten Musterproben herausgebracht. Die internationale Befestigung, die von Indien ausgeht, hat auch zu leichter Erhöhung der ägyptischen Forderungen geführt, so daß die palästinensischen Importeure beim Kauf ab Alexandrien pro Tonne für Bomonti und Behrend Glace 8,800 (im Vormonat: 8,250) £P, für Mamsouh 7,550 (Vormonat: 7,350) £P bezahlen müssen. Auch Tee, Kaffee und Kakao zogen während des Berichtsmonats im Preise an, jedoch ohne daß sich das palästinensische Geschäft sichtbar belebt hätte. Die leichte Abschwächung, die sich am internationalen Butter -Markte im Berichtsmonat geltend machte, fand Butter, Margarine, Käse in Palästina keine Auswirkung^ Hier blieb infolge der Maßnahmen des Importeur- Kartells der Butterpreis unverändert, auf der Basis einer Großhandelsnotierung von 6,700 £P pro 50 kg loko für baltische Ware. Auch einheimische Molkereibutter verharrte beim bisherigen Preis. Die Umsätze gingen nicht über den Vormonatsumfang hinaus. Hingegen hatten Margarine und Kokosfett eine kräftige Belebung angesichts der jüdischen hohen Feiertage zu verzeichnen, dank ihrer Verwendung für die Herstellung von »Parwe«-Gebäck; die Preise paßten sich, wie zumeist bisher, dem Weltmarktstande an. In Käse hat sich der inländische Weichkäse während des Berichtsmonats weiter erheblich verteuert und fordert gegenwärtig per südpalästinensisches Rottel (2,880 kg) einen Preis von 220 (im Vormonat: 190) Mils. Anderseits blieb ausländischer Käse unverändert, wobei zu bemerken ist, daß mit dem Herannahen der kühleren Jahreszeit neben den Hartkäse-Sorten nun auch wieder das Interesse für den Import von Weichkäse sich zu zeigen beginnt. Die jüdischen hohen Feiertage riefen eine kräftige Belebung des Eierkonsums hervor, zumal die Frischfleischversorgung teilweise stockend und unzu- Eier länglich bei hohen Preisen verlief, wodurch die Bevölkerung veranlaßt wurde, das knappe und teure Rindfleisch und Geflügel durch vermehrten Verzehr von Eiern zu ersetzen. Dieser plötzliche Anstieg der Nachfrage stellte die Importeure und Grossisten vor eine ziemlich schwierige Aufgabe, da heute die Zufuhr von Auslandsware mengenmäßig wie auch den Preisen nach von starken Schwankungen begleitet ist. Syrische Eier erzielten pro Kiste (1440 Stück) loko 4 bis 4}^ £P (etwa wie im Vormonat). Auch rumänische Ware kam wieder in größeren Quantitäten herein, wobei die Preise denen des syrischen Produkts entsprachen. Ägyptische Ware blieb weiterhin dem Markte fern, ebenso polnische und türkische Ware. Was die Inlandsproduktion angeht, so hat sich das jüdische Angebot (»Meschek«-Ware) neuerdings noch reichlicher gestaltet und bedeutet nunmehr für den Markt in der Tat eine zuverlässig funktionierende Bezugsquelle; jüdische Eier werden pro 100 Stück je nach Größe gegenwärtig mit —,460 bis —,710 £P (ungefähr wie im Vormonat) bezahlt. Arabische Inlandseier sind nach wie vor außer Kontakt mit dem jüdischen Markte. Konserven Infolge des immer noch hohen Preisstandes der frischen vegetabilischen und animalischen Nahrungsmittel hat sich der Absatz von Gemüse-, Obst- und Fisch-Konserven weiterhin stark belebt. Der Saison entsprechend setzt allmählich auch wieder die Nachfrage für Fleisch-Konserven ein, sowohl für rituelle Ware (unter anderem aus Ungarn, Jugoslawien und den Randstaaten) als auch für nichtrituelle Erzeugnisse (unter anderem aus Dänemark, England und Amerika). Hin-

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