Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 9 (September 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: August 1936
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 468 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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468 ^nc*en we*terkin große Importe statt, insbesondere aus Ägypten. Das Geschäft in Mehl arbeitet rein für den augenblicklichen Bedarf, wobei sich die Preise mehr oder minder der internationalen Entwicklung anpassen: gegenwärtig pro Tonne loko für amerikanisches Weizenmehl bis 18 (Vormonat: bis 16,300) £P, für australisches Weizenmehl bis 15,100 (Vormonat: bis 13,800) £P, für einheimisches Weizenmehl bis 14,800 £P (Vormonat: bis 13,500 £P). In diesem Zusammenhange sei erwähnt, daß Palästinas Mehlbedarf sich heute auf 140-000 Tonnen jährlich beziffert, wovon etwa 40.000 Tonnen importiert werden. Die anhaltende Verf lauung des internationalen Zucker -Marktes hielt auch das palästinensische Geschäft im Berichtsmonat unter Kolonialwaren Druck und bewirkte ein weiteres allmähliches Abbröckeln der Preise. Auch der Konsumrückgang macht sich dabei fühlbar. In den ersten fünf Monaten 1936 hat Palästina für 63.472 £P Zucker verbraucht, gegenüber 67.034 £P in Jänner—Mai 1935. Was das Reis -Geschäft betrifft, so wurde es von der neuerlichen Erholung des Weltmarktes nicht berührt, da Ägypten, unser Hauptlieferant, abermals die Preise reduzierte, und zwar pro Tonne ab Alexandrien für Behrend Glace und Bomonti auf 8,250 £P (Vormonat: 8,450 £P), für Mamsouh auf 7,350 (Vormonat: 7,500) £P. Von großem Interesse ist daher die Nachricht, daß die ägyptische Regierung soeben beschlossen hat, die Anbaufläche für Reis für das neue Wirtschaftsjahr auf 400.000 Feddan zu begrenzen, gegenüber bisher 450.000 Feddan. Erwähnt sei, daß Palästina im Jänner—Mai 1936 nur für 50.290 (Jänner—Mai 1935): 79.670 £P Reis konsumierte. Bei schwachen Umsätzen gab der Tee-Preis während des Berichtsmonats um weitere 2 bis 5% nach, wie überall in der Welt. Auch Kakao gab etwas nach. Hingegen setzte Kaffee unter dem Einflüsse der brasilianischen Valorisation seinen Preisaufstieg fort, was jedoch zu keiner wesentlichen Zunahme der Umsätze führte. Obwohl vom Weltmarkte her keine erhebliche neue Anregung vorlag, hielt in Palästina die Verteuerung der Butter,, Margarine, Käse Butter weiterhin an, da soeben ein neues Preiskartell der Importeure zustande gekommen 4st, das dem lokalen Markte seine Diktatur aufzwingt. Pro 50 kg loko werden gegenwärtig für litauische und lettländische Butter 6,700 bis 6,750 (Vormonat: 6,500) £P' gefordert, für dänische Ware noch etwa 8% darüber. Argentinische und australische Butter wird von den Importeuren nur in Paketen zu 14J^ Müs pro 100 Gramm herausgebracht. Die einheimische Molkereibutter notiert gegenwärtig pro südpalästinensische Okia (240,6 Gramm) 45 Mils. Bei alledem sind die Umsätze, da das Publikum aufs äußerste spart, geringer denn je zuvor. Anderseits erscheint das Margarine -Geschäft nach wie vor angeregt. In Käse sind die Preise der Auslandsware unverändert geblieben, während der inländische Weichkäse letzthin, pro südpalästinensisches Rottel (2,880 kg) von 170 auf 190 Mils gestiegen ist, was beim heutigen Mangel an Kaufkraft der Konsumenten alsbald zu einem erheblichen Umsatzrückgang führte. Gut eingebürgert hat sich neuerdings billiger Salzkäse (Schafkäse), und zwar sowohl einheimischer (Safed) als auch bulgarischer Provenienz. Europäische Ware kommt augenblicklich nicht herein, da infolge der Hochsommerhitze das Risiko des Verderbens auf dem Transport zu groß ist. Der Import Eier syrischer Ware wird durch arabische Sabotageakte (beim Transport über die Landgrenze, bzw. beim Ausladen im Hafen Haifa) stark erschwert, so daß die Notierung gegenwärtig 4j^ £P pro Kiste (1440 Stück) beträgt, während sie Anfang August noch auf 3]/i £P stand. Die ägyptische Ware ist heute angesichts geringer Qualität für den Import zu teuer. Nach alledem begnügt sich zur Zeit der jüdische Konsum, da das arabische Inlandsei nach wie vor dem Markte fernbleibt, mit dem jüdischen Ei, das je