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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 467

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: August 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 467 (sequence 2)
Language
German
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Hajessod hervor; sie stellten sich in den ersten elf Monaten des Finanzjahres 5696 (1935/36) um 14.3% höher als im Vergleichsabschnitt von 5695. Gerade diese Tatsache hat maßgebende Kreise der palästinensisch-jüdischen Finanz- und Industriewelt zu einem neuen wichtigen Projekt ermutigt, nämlich zur Expansion unseres — in den letzten Monaten bemerkenswert stabil gebliebenen — Wertpapiermarktes durch die beabsichtigte Schaffung eines »Fixed Trust« nach bewährten englischen Vorbildern. Es handelt sich darum, den jüdischen Mittel- und Kleinkapitalisten im Auslande den Gemeinschaftserwerb palästinensischer Effekten zu ermöglichen, die in Palästina unter Treuhandverwaltung verbleiben, und deren akkumulierter Dividenden- und Zinsertrag den Inhabern der »Fixed Trust Certificates« nach Maßgabe ihrer Kapitaleinlage in gleichmäßiger Proportion zufließt. Man erwartet, daß hiedurch insbesondere aus Ländern, die heute noch freien Devisenverkehr haben (Westeuropa, USA., Kanada, Südafrika usw.), ein neuer Kapitalzustrom nach Palästina geleitet werden kann, der sich unmittelbar in produktive Investierung umsetzen soll. . Es zeigt sich also, daß auch diese furchtbaren fünf Monate den Aufbauwillen und Unternehmungsgeist im jüdischen Wirtschaftssektor nicht haben brechen können. Dafür noch ein zweites Beispiel: Soeben wurden in Tel Aviv die Vorarbeiten für die Gründung der ersten Frachtdampferlinie zum Abschluß gebracht, die ihren Heimathafen in Tel Aviv haben und zunächst mit zwei Dampfern arbeiten wird, welche soeben im Auslande angekauft wurden. Als Vorläufer der bevorstehenden Zitrus-Exportsaison 1936/37 hat in der zweiten Augusthälfte der Versand der Ethrogim für das Zitrusfrüchte kommende Sukkoth-Fest eingesetzt. Die Entwicklung der neuen Ernte wird vom Landwirtschaftsdepartement der Palästina-Regierung als hervorragend bezeichnet. Um den Auslandsabsatz der hienach zu erwartenden Rekordproduktion durch propagandistische Maßnahmen zu fördern, hat die Regierung soeben die Ausfuhrabgabe zugunsten ihres Reklame-Fonds, die in der vorigen Saison 3 Mils pro Kiste betrug, für die neue Saison auf 2>x/i Mils festgesetzt. Da die Preisbildung im Hinblick auf das voraussichtliche Angebot von mindestens 10}^ Millionen Kisten — unter Umständen noch erheblich mehr — heute noch kaum abzuschätzen ist, anderseits die Frage der Einbringung der Ernte im Falle der Fortdauer der Unruhen noch manche Ungewißheit in sich birgt, halten die Exporteure sich gegenüber den Offerten der Pflanzer für »Vorverkauf ab Baum« weiterhin äußerst zurück; für Orangen zahlt man pro Kiste gegenwärtig —,175 bis —,200 £P (etwa wie im Vormonat), bei sehr geringen Umsätzen, während auf Zitronen- und Grapefruits-Abschlüsse dieser Art bisher noch überhaupt nicht zustandekamen. Viel erörtert wird das Problem, inwiefern der spanische Bürgerkrieg bei längerer Fortdauer den spanischen Apfelsinenexport in der kommenden Saison erschweren und damit die Situation auf dem internationalen Markte vollkommen umwälzen würde. Selbstverständlich verbieten sich heute bestimmte Voraussagen; doch erscheinen Überraschungen nicht ausgeschlossen. Die Befestigung am Getreide-Weltmarkte, die von den geringen Ernteergebnissen Nordamerikas, Ar- Getreide, Futtermittel und Mehl gentiniens und Rußlands ausgeht, hat auch ihren Einfluß auf Palästina letzthin noch verstärkt. Bei an sich geringen Umsätzen, da die arabische Landbevölkerung infolge der Unruhen nur äußerst wenig Ware auf den Markt bringt, notieren von einheimischen Produkten gegenwärtig pro Tonne Weizen 9J4 t>is 10 (Vormonat: 8J/2 bis 9) £P, Gerste 5 bis 5% (Vormonat: A]/2 bis 5) £P, Durrah 5 bis 5]/2 (Vormonat: 4 bis 4%) £P, Heu \x/2 bis 2x/2 (Vormonat: 1 bis 2) £P. Auch für Sesan, dessen neue Ernte soeben begonnen hat und nur 30% des Normalertrags verspricht, muß man mit wesentlichen Preissteigerungen rechnen. Für den Futtermittelbedarf der jüdischen Milchwirtschaft

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