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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 461

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Kibbuzim im Anfang 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 461 (sequence 6)
Language
German
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Sonderverhältnisse schufen eine gewisse Wendung zugunsten der Beschäftigung jüdi- 461 scher Lohnarbeiter in der Zitruswirtschaft. Bedenkt man, daß Außenarbeit in den Kibbuzim überwiegend in landwirtschaftlichen Arbeiten besteht, so ist es klar, weshalb der Durchschnittslohn für Außenarbeit der Kibbuzim niedrig ist. Zur Klarstellung dieser Frage sind 51 Kibbuzim erfaßt worden (für die restlichen lagen keine ausreichenden Unterlagen vor). Es ergab sich folgendes Bild: Für 21 Kibbuzim lag der Durchschnittslohn je Arbeitstag zwischen 20 und 25 Piaster, für 14 Kibbuzim zwischen 25 und 30 Piaster, für 8 Kibbuzim zwischen 30 und 35 Piaster und nur für weitere 8 Kibbuzim über 35 Piaster. Der mittlere Lohn für sämtliche 51 Kibbuzim stellt sich für das abgelaufene Jahr auf 28.8 Piaster je Arbeitstag gegenüber 23.1 Piaster für 38 Kibbuzim im Jahre 1933. Versucht man, einen Durchschnittslohn für die »einbringlichen« Arbeiten, sei es Außenarbeit, sei es Arbeit in der Eigenwirtschaft, zu ermitteln, so ergibt sich pro Arbeitstag ein Lohn von 28.3 Piaster gegen 23.3 Piaster zwei Jahre zuvor. Die Lohnziffern zeigen im Vergleich zu den Vorjahren hauptsächlich eine nominelle Steigerung, da die Lebenskosten ununterbrochen gestiegen sind, und zwar vielfach in weit stärkerem Maße als die Löhne. Die Ausgaben zur Erhaltung der Kinder und Angehörigen sowie die Unterstützung von Angehörigen im Ausland und die Aufwendungen für Schuldenrückzahlung und Zinsendienst vergrößerten die Belastung der Kibbuzim beträchtlich. Während der Durchschnittslohn pro Arbeitstag in den letzten zwei Jahren um rund ein Fünftel gestiegen ist, erhöhten sich die Lebenskosten in der gleichen Periode um ein Drittel. Stellte sich der Gesamtaufwand pro Person in 1931 auf 30 £P, so erhöhte er sich 1933 auf 32 £P und betrug im Jahre 1935 für 13 Kibbuzim 36 £P, für weitere 38 Kibbuzim zwischen 36 und 53 £P.. (Hiefür lagen nur Angaben von 51 Kibbuzim vor.) Diese starken Unterschiede in den Ausgaben lassen sich ohne weiteres aus den detaillierten Angaben für jeden einzelnen Kibbuz erklären, die eindeutig zeigen, wie sehr der Lebensstandard des einzelnen Kibbuzmitgliedes durch die Unterstützung von Angehörigen belastet wird. Nachstehend seien hiezu zusammenfassende Angaben über die einzelnen Landesverbände angeführt, ohne hier auf weitere Einzelberechnungen einzugehen: Lebenshaltungsaufwand je arbeitende Person» Pro Tag in Müs für das Jahr 1935 (5695) Pro Jahr in £P <U QJ V _j > 2 » h | s J3 sSo^- <u "73 I ^1 S s c e S * u gcS5 g w % S"2 -o -o „ s Gesamtaufwand Landesverband J J | f | f 11 | ||| m5 m3 ü 1 t *M I0, I S (5695) (5693) u 3 & " bO *> 3 g Ö U 4> c3 cl o u x * ■° 3 SS« 2| B| ff 3 §g § in u jj | ||- N Q.S co ÜWG ctfS w£ co OW!5 Kibbuz Hameuchad 14 48.1 41.5 89.6 6.9 5.9 8.1 110.5 40.332 33.070 Haschomer Hazair 17 53.4 46.5 99.9 3.0 4.8 7.9 115.6 41.830 30.990 Chewer Hakwuzoth 7 57.9 50.3 108.2 4.5 7.0 13.1. 135.5 49.350 35.186 Hanoar Hazioni 5 46.0 — ~ ~ — - 85.0 31.025 21.535 Hapoel Hamisrachi 2 49.5 ~ ~ — — 108.0 39.420 — Sonstige 3 ~ ' ~* 107.0 39.055 48 5L5 45l 96.6 5.2 5.9 9.2 Hol) 42.668 32.300

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