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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 460

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Kibbuzim im Anfang 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 460 (sequence 5)
Language
German
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i für den Investitionsbedarf (in den eigenen Gebäuden des Meschek usw.); in Wirklichkeit dürften die letztgenannten Arbeiten insofern nicht zu den »einbringlichen« zu rechnen sein, als sie zwar den Vermögenswert erhöhen» jedoch »eigentliche Einkünfte« noch nicht abwerfen. Gehen wir dennoch von der oben angeführten Gesamtziffer für die »einbri^gliche«' Arbeit aus und nehmen wir sie mit 100 an, so ermitteln wir. folgende aufschlußreiche Gegenüberstellung des Verhältnisses von Innen- und Außenarbeiten in den Kibbuzim: Während im Jahre 1933 (5693) rund 76.5% der Mitglieder Außenarbeiten verrichteten, so daß lediglich 23.5% der Mitglieder die anderen Arten der »einbringlichen« Arbeit ausführten, stellt sich die entsprechende Ziffer für das letzte abgelaufene Jahr auf 58.7%, das heißt daß eine wesentliche höhere Quote, nämlich 41.3%, auf die sonstigen »einbringlichen« Arbeiten, die aus der Eigenwirtschaft resultieren, entfällt. Dies zeigt eindeutig den Kolonisationsvorsprung der Kibbuzim, es zeigt die inzwischen erfolgte Erweiterung des Spielraums der Arbeit in der Eigenwirtschaft einer Reihe von Kibbuzim. Was die an sich leichte Verringerung der Gesamtquote der »einbringlichen« Arbeit betrifft (von 50.6% auf 50.1%),.so besagt sie lediglich eine relative Senkung, während absolut eine wesentliche Zunahme der Chawerim dieser Arbeitskategorie erfolgt ist. Von der anderen Hälfte (49.9%) fallen 31.6% auf Dienstleistungen: Küchenarbeit, Kinderpflege, Arbeiten allgemeiner Natur und 18.3% auf Ruhe-, Urlaubs- und Krankheitstage (diese Prozentzahlen werden von der Gesamtzahl der Mitglieder berechnet). Nehmen wir wieder 49.9% gleich 100, so erhalten wir einen verhältnismäßig hohen Prozentsatz von 36.6% für Ruhe-, Urlaubs- und Krankheitstage; den größten Anteil beanspruchen die Küchenarbeiten mit 43.6%; der Rest verteilt sich mit 9% auf Kinderpflege und 10.8% auf sonstige allgemeine Arbeiten. Im besonderen interessieren die Außenarbeiten, die, wie bereits hervorgehoben, trotz relativen Rückganges immerhin doch rund drei Fünftel sämtlicher Mitglieder, die »einbringliche« Arbeit verrichten, beschäftigen. Es wäre besonders aufschlußreich, hier die Frage für sämtliche Kibbuzim unter dem Gesichtspunkt der Außenarbeitsverrichtung in der Landwirtschaft zu erörtern. Leider fehlen in dem betreffenden Bericht Unterlagen für die berufliche Aufgliederung der Außenarbeiten. Es heißt nur dort ganz allgemein, daß in den in Kolonien arbeitenden Kibbuzim etwa zwei Drittel sämtlicher Chawerim als Lohnarbeiter in der Landwirtschaft tätig sind. Eingehende Angaben finden wir in einem Ende Mai 1936 erschienenen Sonderheft des »Hakibbuz * Hameuchad« für die ihm angehörenden Kibbuzim. Man ermittelt nachstehende Gliederung der Außenarbeiten: 58.4% sämtlicher Mitglieder der Kibbuzim des Kibbuz Hameuchad, die sich in Kolonien befinden, sind als Lohnempfänger in der Landwirtschaft tätig, 16.9% der Mitglieder sind im Baugewerbe beschäftigt, der Rest verteilt sich auf Arbeiten verschiedenster Art. Die Durchschnittsziffern der Kibbuzim des Kibbuz Hameuchad decken sich demnach ungefähr mit den Schätzungen über die landwirtschaftlich tätigen. Mitglieder sämtlicher Kibbuzim. Dieser hohe Durchschnitt der Beschäftigung der Kibbuzmitglieder in landwirtschaftlichen Berufen zeigt die bedeutende Rolle, welche die Kibbuzim in der Aufrechterhaltung der jüdischen Arbeitspositionen in der auf Lohnarbeit eingestellten Landwirtschaft (Zitruswirtschaft) gerade in den Jahren der starken Abwanderung vom Lande zur Stadt und von der Landwirtschaft zum Baugewerbe gespielt haben. Die Arbeitsverhältnisse bei den Außenarbeiten haben sich in den letzten Monaten sichtlich verschlechtert. Die Gründe, hiefür sind verschiedener Natur und hängen nicht zuletzt mit der verringerten Wirtschafts- und Bautätigkeit zusammen. Besondere Schwierigkeiten bestehen für die Beschäftigung jüdischer Lohnarbeiter in den Pardessim aus Gründen, die hier keiner näheren Erläuterung bedürfen. Erst die jetzigen

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