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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 459

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Kibbuzim im Anfang 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 459 (sequence 4)
Language
German
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rachi, 179}^ Dunam auf die sechs Kibbuzim der Hanoar Hazioni, 5230 Dunam auf die anderen, keinem Landesverband angehörigen Kibbuzim. Ein besonders trübes Bild ergeben die Wohnverhältnisse, die in der neuesten Zeit noch eine merkliche Verschlechterung erfahren haben. Zieht man von der Gesamtzahl der 6988 Kibbuzmitglieder 106 Personen ab, die sich außerhalb der Kibbuzim befinden, so ergibt sich für die restlichen 6882 Chawerim hinsichtlich der Wohnbedingungen folgendes Bild: Nur 1570 Mitglieder wohnen in eigentlichen Häusern, das sind 22.4% der Gesamtzahl; 3722 Mitglieder sind in Holzbaracken (Zrifim) untergebracht (54.1%); 1188 Chawerim wohnen in Zelten (17.6%), 402 Mitglieder (5.9%) haben überhaupt keine feste Wohnung und zeitweilig gemietete Räume dienen ihnen als Unterkunft, bzw. mußten in verschiedenen Wirtschaftsgebäuden vorübergehend Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. Ungefähr vier Fünftel sämtlicher Kibbuzmitglieder haben also gegenwärtig noch keinen wirklichen Wohnraum zur Verfügung, wobei wiederum zu betonen ist, daß dies nicht nur etwa auf die jungen Kibbuzim zutrifft, sondern auch auf eine bedeutende Anzahl der älteren. Aber auch in den Steinhäusern lassen die Wohnbedingungen viel zu wünschen übrig. Im Durchschnitt wohnen vier bis fünf Personen in jedem Zimmer und nicht selten muß ein Dritter das Einfamilienzimmer mitbewohnen. Nimmt man als »normalen« Durchschnitt drei Personen für jedes Zimmer an und zählt man noch die Zeltbewohner hinzu, so ergibt sich einschließlich der 402 Kibbuzmitglieder ohne festen Wohnplatz, daß gegenwärtig noch fast 2000 Kibbuzmitglieder keine richtige oder auf die Dauer erträgliche Unterkunft haben. All diese Ziffern beziehen sich wohlgemerkt auf die wirklichen Mitglieder der Kibbuzim und nicht auf Kinder und Angehörige. Es ist klar, daß unter solchen Wohnverhältnissen die sanitären Bedingungen vielfach unzulänglich sind, obgleich seitens der hiezu berufenen Instanzen (Jewish Agency, Kupath Cholim usw.) vieles zur Besserung getan wurde, wozu unter anderem auch die Schaffung eines besonderen Sanitätsfonds gehört, dessen Mittel jedoch bei weitem nicht ausreichen, um eine wirkliche Erleichterung zu bewirken. Die Unzulänglichkeit der Wohnverhältnisse, die gerade in den letzten Jahren immer schärfer hervortraten, haben ihre Ursache in der großen Zahl neuer Mitglieder. Die Kibbuzim haben zwar versucht, aus eigenen Mitteln die Unterkunftsmöglichkeiten zu erweitern und mit Hilfe von Anleihen (meist kurzfristiger Natur) Gebäude und Zrifim zu errichten, obwohl diese Anleihen zweifellos eine fühlbare finanzielle Belastung für die Kibbuzim bedeuteten. Die erhöhten Aufwendungen der Jewish Agency und der hiezu gegründeten Gesellschaften können erst allmählich eine Besserung in dieser Richtung herbeiführen. Von den 65 erfaßten Kibbuzim befinden sich 49 mit einer Gesamtzahl von 5283 in 20 Kolonien (Moschawoth); neun Kibbuzim mit 1152 Mitgliedern verteilen sich auf acht Siedlungspunkte (Kwuzoth und andere), sechs Kibbuzim mit 528 Mitgliedern haben in drei Städten (Tel Aviv, Jerusalem und Haifa) ihren Wohnsitz, eine Kibbuz mit 25 Mitgliedern befindet sich am Toten Meer. Die 65 Kibbuzim sind also auf 32 Punkte im Lande verteilt. Nach der bei den Kibbuzim üblichen Einteilung der Arbeit in »einbringliche« und Dienstleistungen, zeigt sich — unter Hinzuziehung der Nichtarbeitstage (Ruhe-, Urlaubstage, Krankheiten usw.) — auf Grund der Mitgliederzahl folgendes Verhältnis der Arbeitsarten im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren: Setzt man die Gesamtzahl der arbeitenden Mitglieder gleich 100, so stellt sich die Quote der »einbringlichen« Arbeit für das letzte abgelaufene Jahr auf 50.1% gegen 50.6% zwei Jahre vorher. Diese Kategorie setzt sich zusammen: L Aus Außenarbeit. 2. Aus Arbeiten in den eigenen Handwerksbetrieben. 3. Aus Arbeiten in der Eigenwirtschaft. 4. Aus Arbeiten

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