Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 9 (September 1936)
- Article
- Die PICA-Böden im Hauran
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 454 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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Die Dschillin am nächsten gelegene Polizeistation befindet sich im Dorfe Tafas, eine Reitstunde entfernt. In Dera gibt es ein französisches Militärlager und einen Flugplatz. Klima und Gesundheitsverhältnisse* Das hauranische Klima ist kontinental tropisch» das ist heiß im Sommer, kalt im Winter. Es ist ein gesundes und gutes Klima. Im Frühling, manchmal auch im Sommer trägt der Tau viel zur Vegetation bei. Auch während der heißen Tageszeiten weht ein angenehmer Wind und die Nächte sind kühl. Im Winter wehen starke und kalte Winde. Im Juli und August, den zwei heißesten Monaten im Hauran, erreicht die Temperatur 104° Fahrenheit. Im Jänner, dem kältesten Monat, gibt es häufig Frost. Mit Ausnahme der Dschillin-Böden zeichnen sich die PICA-Böden durch gesundes Klima aus. Die vielen nicht sanierten Gewässer in Dschillin verursachen eine starke Verbreitung der Malaria, die trotz der Pflanzung von 5000 Eukalyptusbäumen weiter die Gesundheit der Siedler gefährdet. Aus diesem Grunde hat die Leitung der PICA ihren Sitz von Jillin nach dem gesünderen Sahem-Dscholan verlegt. Die Verwaltung. Mit der Überführung der ICA-Kolonisation in Erez Israel an die PICA wurden der letzteren auch die Hauran-Böden unterstellt. Im Jahre 1921 bestimmte die Leitung der PICA Herrn A. Eisenberg als ihren Vertreter im Hauran, mit Sitz in Damaskus. Im Jahre 1927 siedelte er nach Beirut über und dann nach Erez Israel. Herr Eisenberg setzt seine Tätigkeit auch heute noch fort und besucht von Zeit zu Zeit den Hauran. Die Aufsicht an Ort und Stelle führt seit 25 Jahren Herr Salman Cohen, der im Hauran etwa neun Monate im Jahre verbringt. Er beschäftigt sich mit allen laufenden Angelegenheiten, wie der Verpachtung der Böden, Einziehen des Pachtzinses, Verteilung von Anleihen an die Fellachen usw. Er steht in Verbindung mit den Bewohnern der Umgebung und mit den nomadisierenden Beduinen. »Abu Musa«, wie ihn die Araber nennen, ist sehr bekannt und geehrt. Er wanderte vor vielen Jahren auf Veranlassung von Rabbi Schmuel Mohilewer aus Polen ein. Er lernte in Mikweh Israel, arbeitete als Gärtner in Rischon Lezion und Petach Tikwah, kam später als Gehilfe des Leiters der Baumschule in Dschillin nach dem Hauran, und seither blieb er mit diesem Gebiet, mit Ausnahme der Kriegsjahre, ständig verbunden. Sein reines Arabisch, die Kenntnis der Gebräuche der Einwohner und seine natürliche Klugheit helfen ihm viel bei der Arbeit. Als einziger Jude, weit entfernt von jeder Stadt in einem hunderte von Kilometern großen Gebiet, verließ er auch in den Tagen der schwersten Gefahr, wie des Drusenaufstandes von 1925 und der Unruhen in Erez Israel im Jahre 1929 den Hauran nicht. Zu der Beamtenschaft der PICA im Hauran gehören auch zwei Wächter. Einer aus der ortsansässigen Bevölkerung, der andere ein Kurde. Ihre Aufgabe ist es, den Besitz der PICA auf den Feldern, Verwaltungsgebäude und das Lagerhaus in Sahem- Dscholan zu hüten. Pläne der Erneuerung der jüdischen Ansiedlung im Hauran» Der jüdische Boden im Hauran besaß für die Chaluzim der zweiten Alijah eine große Anziehungskraft. Die 120.000 Dunam fruchtbaren, bewässerten Bodens des Barons, gelegen am Rande der Wüste, weit von jeder jüdischen Siedlung entfernt, haben von jeher auf die Träumer und Kämpfer der »heroischen Epoche« in der Geschichte der Selbstbehauptung der jüdischen Arbeiter und Schomer in Erez Israel gewirkt. Trotz der negativen Einstellung der Verwaltung, die den Hauran-Böden keine praktische Bedeutung beimißt, ist die Tätigkeit des Barons im Hauran von großer