Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 9 (September 1936)
- Article
- Die PICA-Böden im Hauran
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 452 (sequence 5)
- Language
- German
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März 1931 ein Vertrag zwischen der PICA und dem Wakuf geschlossen, laut welchem der PICA gegen einen jährlichen Pachtzins von 90 türkischen Goldpfunden die weitere Benützung der Böden auf die Dauer von 35 Jahren zugesichert wurde. Die PICA zahlte im voraus den Betrag von 2100 türkischen Goldpfunden und zahlt zurzeit nur noch 30 £ im Jahr. Bevölkerung. Die Zahl der Bewohner der PICA-Böden beträgt laut der offiziellen Zählung der syrischen Regierung vom Jahre 1931 in Dschillin ...... 82 „ Sahem-Dscholan .... 740 „ Nafa .......153 „ Bustas . . . ... . 123 Nach den Angaben der PICA ist aber die Zahl der Einwohner von Sahem-Dscholan kleiner als oben angeführt. Ein Teil der Dorfbewohner wanderte, den Spuren der übrigen Hauranier folgend, nach Erez Israel aus. In den letzten zwei Jahren verließen nicht weniger als 40% der Bewohner die Böden der PICA. Zwar kehrt ein Teil der Auswanderer in der Arbeitssaison der Landwirtschaft in den Hauran zurück, aber die schweren Existenzbedingungen und die niedrigen Arbeitslöhne begünstigen auch in für die Landwirtschaft guten Jahren eine Auswanderung aus dem Hauran. Von den in diesen Dörfern vorhandenen Häusern gehören der PICA in Dschillin 32, in Sahem- Dscholan 31, in Nafa 23, in Bustas 15. Die Verträge zwischen der PICA und den Siedlern werden alle drei Jahre erneuert. Die Böden werden nach dem-»Muscha«-System bebaut, das es den Pächtern unmöglich macht, sich auf einem bestimmten Gebiet für ständig niederzulassen. Die Verpachtung des Bodens geschieht nach den Bedingungen des Ruba-Systems: Drei Viertel der Ernte bleiben im Besitz des Pächters, ein Viertel bekommt der Besitzer des Bodens. Die Scheiks der Dörfer leisten keine Abgaben; sie werden noch außerdem unterstützt, damit sie zur Erhaltung der guten Beziehungen der PICA zu ihren Pächtern beitragen. Um die Felder bestellen zu können, erhalten die Fellachen jedes Jahr von der PICA zinslose Anleihen, die nach der Ernte zurückgezahlt werden. Die Steuer (Werko, Oscher) zahlt die PICA. Folgende Jahressteuern werden gezahlt: In syrischen Grusch Name des Ortes Werko Oscher Insgesamt Dschillin........ . 10.622 ' 44.220 Kaukab (südlich)...... 4.645 30.200 Mizra..........18.112 16.800 Sahem-Dscholan ......65 M5 24.800 Bustas ......... 16.416 47.000 Nafa, ......... . 60.200 Beth Akar ........ 1.543 3.340 Kaukab (nördlich)...... 7.000 n?A53 — 233.540 ~ 350.693 Die Einnahmen der PICA aus ihren Böden im Hauran erreichen jetzt durchschnittlich 2500 bis 4000 £ jährlich. Sie decken ungefähr die Ausgaben (Beamtenschaft und Steuern). In ertragreichen Jahren bleibt ein Überschuß von 1000 bis 1500 £. Die Pächter sind moslemische Araber und entstammen der ortsansässigen Bevölkerung. Nur in Dschillin sind zwei Drittel der Einwohner Neger — Nachkommen der sudanesischen Krieger, die sich nach der Eroberung dieses Gebietes durch Ibrahim