Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 9 (September 1936)
- Article
- Die PICA-Böden im Hauran
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 450 (sequence 3)
- Language
- German
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der PICA nicht ein. Damals wandte sich Herr S. Levy direkt an König Feisal, der die Forderungen der PICA anerkannte und den Befehl erteilte, ihr den durch die Türkei konfiszierten Boden zurückzuerstatten. Nach mannigfachen Schwierigkeiten mit den Pächtern erhielt die PICA tatsächlich das gesamte Gebiet, das ihr vor dem Kriege gehört hatte, zurück, außer einem großen Teil der Böden in Nafa und Bustas, deren rechtmäßiger Besitz schon vor dem Kriege bestritten wurde. Im gleichen Jahr wurden die Pachtverträge zwischen der PICA und den Pächtern geordnet, und der übliche Pachtzins —- ein Viertel des Reinertrages konnte zum erstenmal nach dem Kriege eingezogen werden. Die gesamte Tätigkeit der PICA auf ihren Böden im Hauran beschränkte sich nach dem Kriege auf das Einziehen der Pachteinnahmen von ihren Pächtern. Es wurden keine Arbeiten zum Wiederaufbau der Siedlungen und Erschließung des Bodens in Dschillin unternommen. Außer der Pflanzung von 5000 Eukalyptusbäumen in Dschillin, der Errichtung eines Lagerhauses in Sahem und Dschillin für die Bedürfnisse der Verwaltung und dem bald aufgegebenen Versuch, mit dem Traktor zu pflügen, ist keine weitere ^Tätigkeit der PICA-Verwaltung nach dem Kriege zu verzeichnen. Umfang, Wasserversorgung und Landwirtschaft» Vier Dörfer befinden sich auf den Böden der PICA im Hauran: Dschillin, Sahem- Dscholan, Bustas und Nafa. Einzelne Gebiete tragen spezielle Namen von einstigen Siedlungen, die im Laufe der Zeit zerstört wurden. Name des Ortes Zahl der Dunam (alt) Zahl der Dunam (alt) nach d. Kuschanim nach der Karte Dschillin........ 4.433 4.884 Kaukab (südliches) . . . 3.250 3.987 Mizra ....... 3.555 4.453 Sahem-Dscholan .... 27.952 27.739 Bustas ...... . 12.051 12.051 Nafa und Beth Akar . . . 2.000 17.260 Kaukab (nördlich) . . . 1.000 3.600 Insgesamt . . . 54.541 73.974 Dschillin, Kaukab (südlich), Mizra umfassen ein Gebiet von 11.238 Dunam. Das zweite Gebiet umfaßt die Böden Sahem-Dscholan, Nafa, Beth Akar und Kaukab (nördlich), zusammen 30.955 Dunam. Die Entfernung zwischen diesen beiden Gebieten beträgt ungefähr 3 km. Der Boden zwischen ihnen, das Dorf Samer, gehört den Bewohnern des Dorfes Tafas. Die Entfernung zwischen diesen beiden Gebieten und den Bustas- Böden beträgt 28 km. Fast das ganze Gebiet liegt eben. Tiefe Gewässer, das ganze Jahr hindurch mit frischem, strömendem Wasser angefüllt, schaffen natürliche Grenzen für das Dschillin-Gebiet, das wegen der Wasseradern, die es vom Süden, Westen und Norden begrenzen, wie eine Halbinsel aussieht. Die meisten dieser Gewässer münden in den Jarmuk. Der bedeutendste Fluß, der das Dschillin-Gebiet durchfließt, ist der Achrir. Die vorhandenen Wassermengen reichen laut den Angaben der PICA-Beamten mit Leichtigkeit für die Bewässerung eines Gebietes von 6000 Dunam aus. Im Gebiet von Sahem-Dscholan gibt es nur Trinkwasser. Man kann jedoch auch für die Bewässerung bestimmter Gebiete die Gewässer des Dschillin-Komplexes verwenden. Im Bustas-Gebiet muß man sich mit dem im Winter in primitiven Zisternen aufgefangenen Regenwasser begnügen. Der vor drei Jahren in Nafa in 12 m Tiefe gegrabene Brunnen liefert genügend Trinkwasser für Menschen und Vieh. Der Boden des Dschillin-Gebietes hat, im Gegensatz zu der Umgebung, fast gar keine Steine. Das Sahem-Dscholan-Gebiet ist nur zur Hälfte frei von Steinen. Der gesamte