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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 443

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Grundlagen der landwirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes von Artuf-Ramleh
Date
1936-09-01
Page
Seite 443 (sequence 7)
Language
German
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in seiner volkstümlichen Bedeutung ist jedoch keineswegs eindeutig, und da der Name in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch übergegangen ist, sind damit eine Reihe unklarer und ungenauer Begriffe mitübernommen worden. »Nari« im strengen Sinn des Wortes ist Kalk, der als dünne Kruste die Muttergesteine überdeckt. Nach der üblichen Ansicht entsteht dieser Kalk dadurch, daß Kalklösungen in den Gesteinsporen bis an die Oberfläche aufsteigen; hier verdunstet das Wasser, der in ihm enthaltene Kalk fällt aus und überzieht die Gesteine mit einem dünnen Überzug. Auf diese Weise entsteht im Laufe der Zeit eine recht dicke Kruste, die außen hart und im Innern weich und bröcklig ist. Der weiche innere Teil hat seinen Ursprung sicher auch in der direkten Verwitterung des Muttergesteins und kann 2 m und mehr Mächtigkeit erreichen. Deshalb wird die Grenze zwischen dem verwitternden Gestein und der eigentlichen »Nari«-Kruste völlig verwischt. Es ist daher klar, daß der Begriff »Nari« in seiner üblichen Bedeutung außer der äußeren Kalkkruste als einem neuen Produkt, auch die Produkte des Zerfalls der Muttergesteine, die unter der Kruste liegen, mitenthält. Diese doppelte Bedeutung des Begriffs »Nari« kann uns wahrscheinlich dazu verhelfen, all die vielen Gesteinsarten, die mit diesem Namen belegt werden, zu klassifizieren. Auf die Einzelheiten kann ich hier nicht eingehen, ich will lediglich darauf hinweisen, daß der »Nari«, sowohl als äußere Gesteinskruste, wie als Verwitterungsprodukt verschieden ist, je nach dem Gestein, aus dem er stammt, wie auch nach den Bedingungen seines Entstehens. Der »Nari«, in der doppelten Bedeutung dieses Wortes, ist in unserem Gebiet außerordentlich stark verbreitet. Die Ansicht, daß sich unter dem »Nari« fruchtbarer Boden befindet, ist unrichtig; vielmehr häuft sich zwischen den Gesteinsblöcken häufig lockere Erde an. Der »Nari« kann auch im Boden vorkommen, in Form von Gesteinsblöcken — Reste ehemaliger Gesteinsschichten, die zerwittert und zerfallen sind. In dieser Form ist er für die Feldarbeit stark lästig. Da er aus fast reinem Kalk besteht, kann er auf die Zusammensetzung des Bodens im allgemeinen nicht verbessernd einwirken. Auch die Anschauung, daß der »Nari« den Boden vor Austrocknung schützt, ist nicht genügend begründet. Unserer »-Meinung nach wurde der »Nari« in weit zurückliegenden Zeiten gebildet; und wenn seine Entstehung bis heute andauern sollte, so kann das nur in kleinstem Ausmaße sein. Die Entfernung des »Nari«. von den Feldern und Pflanzungsflächen (die in einigen entwickelten arabischen Dörfern üblich ist) ist für die Landwirtschaft von großem Nutzen. F, Die allgemeinen wirtschaftlichen Möglichkeiten, insbesondere die landwirtschaftlichen* Zur Vervollständigung unserer Darstellung der Verhältnisse des Gebietes von Hartuv-Hulda müssen wir noch auf seine Verkehrsbedingungen eingehen. Die großen Wadis, die aus dem Gebirge herabsteigen, schufen die Grundlagen für die Anlage von Wegen, die von der Meeresküste ins Innere des Landes und weiter führen. Im Süden unseres Gebietes, im Tal des Wadi Sarar, wurde die Eisenbahnlinie Jaffa- Jerusalem erbaut. Im Norden entstand die Straße, die ebenfalls von Jaffa nach Jerusalem und dann weiter in die Nachbarländer führt. Jeder Siedlungspunkt unseres Gebietes ist praktisch mit den wichtigsten Stätten des Landes durch Eisenbahn und Straßen verbunden. Außer den Hauptwegen führen eine Reihe von Nebenwegen durch unser Gebiet, die wichtige lokale Bedeutung haben. Von Bab el Wad geht ein Nebenweg nach Hartuv ab, weiter zur Station und Beth-Jamal und dann über Beth-Govrin

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