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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 442

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Grundlagen der landwirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes von Artuf-Ramleh
Date
1936-09-01
Page
Seite 442 (sequence 6)
Language
German
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Aus der geologischen Übersicht sowie aus dem beigegebenen Profil (Abb. 2) ergibt sich, daß das ganze Gebiet aus Gesteinen von unter-eozänem Alter aufgebaut ist, nur am östlichen Rande, am Beginn des Gebirges, befinden sich auch senone Gesteine. Außerdem dienen als Grundmaterial für die Böden noch die stellenweise ziemlich mächtigen diluvialen Konglomerate, die in den großen Wadis abgelagert wurden. a) Böden der Senon-Gesteine erstrecken sich in Form eines sehr schmalen Gürtels längs des Gebirges; stellenweise verschmälert sich der Gürtel bis zum völligen Verschwinden. Dieselben Böden erscheinen ferner in einer nördlichen Zone, zwischen den Dörfern Al-Qubab—Barriye—Innabe; da der senone Kalk im allgemeinen arm an chemischen Verbindungen ist, so entstehen aus ihm auch nur geringwertige Böden. Ihre Farbe ist hellgrau bis fast weiß. ' Entsprechend der Einteilung der Schichten des unteren Eozän in drei Abteilungen, müßten wir auch drei Bodentypen erhalten. Die unteren Schichten des Mergelkalk treten jedoch nur in sehr geringem Umfange auf und sind meist von Böden bedeckt, die aus darüber liegendem weichen Grobkalk hervorgegangen sind. Deshalb treten hier nur zwei Typen von Böden auf: Solche, die aus dem weichen Grobkalk stammen (Schicht 2), und solche, die aus dem harten Feuerstein-Kalk (Schicht 3) hervorgehen. b) Der weiche Grobkalk der Schicht 2 ähnelt außergewöhnlich dem senonen Kalk, ist jedoch reicher an Eisen- und Aluminiumverbindungen. Aus diesem Grunde ähneln auch die aus ihm entstehenden Böden stark denen des Senon: Sie sind leicht, stark porös, das heißt können große Mengen Wasser aufsaugen; ihre Farbe ist hellgrau bis weiß. Aber ihr landwirtschaftlicher Wert übersteigt den der Senon-Böden und, im Falle genügender Durchfeuchtung, kann man sie als gute Böden bezeichnen, besonders für Getreide (»Falha«). Sie sind in den Tälern der Hügel verbreitet, insbesondere im östlichen Teil unseres Gebietes. c) Die harten Feuerstein-Kalke geben schwerere Böden, die reich an Silizium sind. Dies begünstigt offenbar die Anreicherung von Eisen- und Aluminiumverbindungen; ihre Farbe ist rötlich-braun; sie saugen nicht so stark. Wasser auf, haben jedoch die Eigenschaft, ihre Feuchtigkeit längere Zeit zu behalten. Diese Böden sind in jeder Beziehung gut. Sie treten besonders an den höheren Partien der Hügel und auf deren Gipfel auf, besonders im westlichen Teil unseres Gebietes. Der Farbenunterschied der beiden Bodenarten, der schon aus der Ferne sichtbar ist, bezeichnet deutlich die Grenze der geologischen Schichten. d) Noch fetter und schwerer sind diejenigen Böden, die aus den diluvialen Konglomeraten der breiteren Wadis entstanden sind, besonders im Wadi Sarar. Es sind dunkle Schwemmböden, tonreich, aber gut durchlüftet, reich an Bodenfeuchtigkeit, die sich zwischen den unter der Oberfläche verborgenen Gerollen ansammelt. Diese Böden gehören zu den allerbesten, aber ihre Ausdehnung ist gering. e) An der Westgrenze unseres Gebietes, in der Gegend von Hulda, Mansurah, Naaneh, Gezer bis nach Ramleh hin, werden die unter »c« erwähnten schweren Böden halb vom Sand der Küstenebene bedeckt. Dieser Sand wandelt sie zu leichteren Böden um, die den Übergang zu den ausgesprochen leichten Böden der Küstenebene darstellen. Hier ist der Ort, auch jene Gesteinsarten zu erwähnen, die in Palästina unter dem Namen »Nari« bekannt sind. Dieser Name bedeutet »Feuer«. Der Grund ist der, daß die Araber diese Gesteine zum Bau ihrer Öfen verwenden. Der Begriff »Nari«

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