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Palästina · 1936-08-01 · Heft 8 (August 1936) · p. Seite 413

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 8 (August 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: Juli 1936
Date
1936-08-01
Page
Seite 413 (sequence 4)
Language
German
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—,140 (Vormonat: —,135)£P, während die südarabischen und die nach langer Pause jetzt auch wieder eintreffenden abessinischen Sorten entsprechend höhere Preislagen aufweisen. Das Geschäft ist allerdings sehr unbedeutend wegen des weitgehenden Ausfalls des arabischen Konsums. Ganz still liegt aus Saisongründen der Kakao -Markt. Vom Weltmarkte her beeinflußt haben sich soeben auch in Palästina die Butter -Preise stark erhöht, so daß 413 Butter, Margarine, Käse pro 50 kg loko für lettländische, litauische und australische Ware 6H £P» für dänische Ware sogar bis zu lYt £P bewilligt werden müssen, während im Vormonat die Preise sich zwischen 5,300 und 5,700 £P bewegten. Angebote in argentinischer und österreichischer Ware liegen im Augenblick nicht vor. Das hohe Preisniveau der Auslandsbutter bewirkt, daß die Konsumenten den Unterschied zur Preisforderung der einheimischen frischen Molkereibutter nicht mehr so stark empfinden und dieser ein lebhafteres Interesse widmen, wozu auch die »Tozereth-Haaretz«-Propaganda beiträgt. Freilich ist heute der Kreis der Butter-Konsumenten überhaupt ziemlich eng geworden, w i e dies der Rückgang der allgemeinen Kaufkraft unvermeidlich mit sich bringt. Davon profitiert der Absatz der — zumeist holländischen — Margarine, die dem Publikum pro südpalästinensische Okka (240,6 Gramm) bereits mit 20 Müs in Markenverpackung und mit 17 Mils »lose« offeriert wird. Was Käse betrifft, ist inländischer Weichkäse dank der reichlichen Milchproduktion heute im Großhandel schon mit —,170 £P pro südpalästinensisches Rottel (2,880 kg) zu haben. Auch in Auslandskäse ist der Markt billig und in großen Mengen beliefert; so begnügt sich polnischer Hartkäse pro 50 kg loko mit nur 3,750 £P. Bei starkem Angebot ist der Konsum nicht sehr groß, da in der heißen Jahreszeit die Vorräte in den Haushaltungen eng begrenzt werden. In Kistenpackung Eier (1440 Stück) treffen rumänische Eier in großen Mengen ein und begnügen sich loko mit 3£P; auch polnische Ware ist bei gleicher Notiz anzutreffen, während bulgarische Ware, die vereinzelt hereinkommt, bis zu 4 £P pro Kiste erzielt. Türkische Ware fehlt gegenwärtig. Den größten Teil des Bedarfs deckt die ägyptische Ware, für die man bis 1 £P loko pro Korb (720 Stück) bezahlt. Bei alledem ist zu -berücksichtigen, daß das Ei umsomehr bevorzugt wird, je näher der Produktionsort ist und je frischer es daher auf den Markt kommt. Das arabische Inlandsei wird von jüdischer Seite nicht gefragt; innerhalb des arabischen Wirtschaftssektors muß es sich heute bei überreichlichem Angebot mit abnorm geringen Preisen begnügen. Das jüdische Inlandsei (Prima-Trinkei) erreicht, je nach Größe, bis —,680 £P pro 100 Stück. Infolge der relativen Knappheit und Verteuerung von Frischobst und -gemüse haben Obst- und Gemüsekonserven, für die sonst Konserven zu dieser Jahreszeit nur wenig Interesse besteht, heute eine ziemlich lebhafte Beachtung aufzuweisen, zumal man jetzt nach Aufhebung der Sanktionen wieder mit sehr billigen Angeboten aus Italien zu rechnen hat. Saisongemäß geschäftslos bleiben Fleischkonserven. Von Fischkonserven interessieren billigste Sardinen. Normal geht das Geschäft in kondensierter Milch, wobei holländische Ware dominiert. Soeben ist jedoch, im Rahmen der Tozereth-Haaretz-Bewegung, zum ersten Male der Versuch eingeleitet worden, durch Veranstaltung eines »Monats der Milch« den Import der kondensierten Milch durch das Angebot einheimischer Frischmilch. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist mit Interesse zu erwarten. Der Markt ist nach wie vor sehr flau; die Umsätze im Detailhandel liegen gegenwärtig mehr als 50% unter dem Vorjahrsvolumen. Sehr Textilwaren unangenehm hat sich die Tatsache ausgewirkt, daß Waren, die man für die Sommer-

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