Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1936)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer: Juni 1936
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 359 (sequence 3)
- Language
- German
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fixieren, gegenüber 7000 Tonnen im zweiten Quartal. Momentan erzielen pro Tonne loko amerikanisches Weizenmehl 16 £P (im Vormonat: zeitweise bis 18 und durchschnittlich l6}/2 £P), australisches Weizenmehl 13,600 (Vormonat: bis zu 14) £P und einheimisches Weizenmehl bis 13(Vormonat: bis zu 13%) £P. Sehr matt ist gegenwärtig der Zucker- Handel, nicht nur infolge des letzten internationalen Tendenzumschwunges, sondern auch in- Kolonialwaren folge des Umstandes, daß sich die palästinensischen Importeure im Mai gemäß der damaligen Situation im Übermaß mit Ware eindeckten, die nun heute empfindlich auf den Markt drückt. Pro Tonne loko muß sich gemahlener Zucker heute mit 113^2 £P (Vormonat: 12 bis 12J4£P) begnügen, Würfelzucker mit 12,400 (Vormonat: bis 13) £P. Nur geringe Umsätze werden in Reis verzeichnet. Ab Ägypten sind pro Tonne Mamsuh mit 7,600 £P, sowie Behrend Glace und Bomonti mit 8,600 £P angeboten, ohne zu größeren Bestellungen zu führen. In Kaffee, Tee und Kakao halten sich bei ziemlich unveränderten Preisen die Einfuhrkäufe in strengstem Bedarfsrahmen. Im Interesse der einheimischen Milchwirtschaft, die letzthin einen starken Produktionsüberschuß an Frischmilch Buffer, Margarine, Käse hatte und deshalb ihre Butter-Erzeugung erheblich ausdehnen mußte, führten die »Tozereth-Haaretz«-Instanzen im Juni neun Werbetage . für einheimische Butter mit einem Einheits-Detailpreis von 23 Müs per 100-Gramm-Päckchen, bei Beteiligung des gesamten jüdischen Lebensmittelhandels durch, und deren Erfolg dadurch gesichert wurde, daß die Butter-Importeure — mit Ausnahme eines nichtjüdisch-englischen Importhauses für australische Butter — in dieser Zeit »Gewehr bei Fuß« blieben. Dank dieser neuartigen Aktion, die die Wirtschaftsdisziplin des Jischuw bewies, konnten die einheimischen Butterbestände ohne Verlust wieder auf den normalen Stand reduziert werden. Nach Ende der neun Tage wurde der Wettbewerb der ausländischen (hauptsächlich lettländischen, litauischen, dänischen, australischen) Butter wieder in üblicher Weise zugelassen, wobei man gegenwärtig pro 50 kg loko etwa 5,300 bis 5,700 £P (Vormonat: 5,100 bis 5,400 £P), je nach Qualität der Ware zahlt. Infolge der schwierigeren Erwerbsverhältnisse der breiten Massen findet Margarine wachsenden Zuspruch; insbesondere dehnt sich auch die Verwendung von Kokosfett aus. Inländischer W e i c h k ä s e ist in großen Mengen billig angeboten und wird stark auf Kosten des Auslandskäse konsumiert, dessen Absatz sich wesentlich vermindert hat. Der Markt ist wieder ganz normal. Im jüdischen Konsum hat man sich vom arabischen Inlandsei, durch Ausbau der eigenen Geflügelzucht und durch er- Eier folgreiche Anbahnung geschäftlicher Beziehungen zum syrischen und neuerdings auch ägyptischen Eier-Export, völlig unabhängig gemacht, sowie nicht minder durch Wiederaufnahme der früher sehr lebhaften Verbindungen mit der Türkei und Rumänien. Im Tel-Aviver Einzelhandel sind Trinkeier aus jüdischen Hühnerfarmen je nach Größe mit 5]/2, 6 und 6J^ Mils pro Stück zu haben, während Auslandseier zum Kochen und Backen bereits zu 2J/£ und 3 Mils angeboten werden. Infolge der Werbung auf der Levante-Messe hat sich das Geschäft in englischen und norwegischen Fischkonserven und in rumänischen Ge- Konserven müsekonserven neuerdings wesentlich belebt. Ferner besteht etwas Nachfrage für Ananas- und Spargelkonserven. Kondensierte Milch, in kleinen Büchsen, verkauft sich normal. Sonstige Konserven bleiben saisongemäß ohne Interesse. Der Markt ist immer noch ganz flau, mit Ausnahme der Detailumsätze in einigen Artikeln für die Badesaison. Eine für die einheimische Textil- Textilwaren industrie wichtige Zollverordnung erschien am 7. Juni; sie regelt den aktiven Ver-