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Palästina · 1936-07-01 · Heft 7 (Juli 1936) · p. Seite 360

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 7 (Juli 1936)
Article
Das Wirtschaftsbarometer: Juni 1936
Date
1936-07-01
Page
Seite 360 (sequence 4)
Language
German
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edelungsverkehr in Seidenwaren und läßt erwarten, daß verschiedene palästinensische Betriebe lohnende Aufträge für Färberei und Appretur aus dem benachbarten Auslande erhalten werden. Das Sandalenledergeschäft für die Sommersaison ist jetzt beendet; der Ledereinkauf ,der Schuhfabriken und des Lederkleinhandels für die nächste Herbst- Leder und Wintersaison hat bisher noch nicht eingesetzt. Daher sind die Umsätze, bei knapp behaupteten Preisen, augenblicklich ganz minimal. Die Notierungen für Bauholz ud Möbelholz sind auf dem Mai-Niveau verblieben. Auch im Umsatz hat sich nichts Wesentliches verändert. Baum- Holz stützen (hauptsächlich rumänischer und russischer Provenienz) werden gegenwärtig pro 1000 Stück loko für Gabelstangen mit 9H £P> für einfache Stangen mit 9 £P bezahlt. Die Bautätigkeit liegt gegenwärtig in Jerusalem ganz darnieder, während in Tel Aviv und Haifa verschiedene Zement und Baukeramik wichtige Arbeiten sich teils noch in Ausführung befinden, teils eben jetzt in Angriff genommen sind (so in Tel Aviv die Neubauten des Habimah-Stadttheaters und des Post- und Fernsprechamtes). Das Geschäft in Zement bietet, nach Preisen wie Umsätzen, nicht viel Neues. Die Ankünfte aus Jugoslawien halten sich in engen Grenzen. Englische Ware kann augenblicklich, da zu teuer, keine Abnehmer finden. In Baukeramik lassen die umfangreichen Lagerbestände an Kacheln den neuen Import trotz verlockend billiger Angebote einstweilen entbehrlich erscheinen. Für Rundeisen zur Beton-Armierung werden gegenwärtig pro Tonne loko 7,900 £P, für Träger 7,400 £P, für Winkeleisen 8,300 £P berechnet, was gegen- Eisen über dem Vormonat eine gewisse Verteuerung darstellt. Den Anlaß dazu gab die internationale feste Tendenz und die zusätzliche Fracht- und Spesenlast des Umweges über Haifa. Das Geschäft ist still. Der Umsatz liegt weit unter dem Vorjahrsniveau. Die Einfuhr von Halbfabrikaten aus Kupfer, Messing, Aluminium, Zink usw. hat augenblicklich einen seit Jahren nicht mehr ver- Nichteisenmetalle zeichneten Tiefstand erreicht, da man sich vorläufig auf die Verarbeitung der Lagerbestände beschränkt. Die einheimische Industrie für sanitäre Installation berichtet, daß die Verkäufe auf dem Tel-Aviver Markt augenblicklich 70%, auf dem Haifaier Markte 75% der Vorjahrsumsätze ausmachen, wobei zu bedenken ist, daß' die Ausstattung der Neubauten mit Badeeinrichtungen usw. das letzte Stadium der Bauausführung darstellt. Trotz der heutigen Hemmungen blickt die palästinensische Metallindustrie hoffnungsvoll in die Zukunft, da man von der auch heute regulär fortschreitenden Einwanderung (im ersten Halbjahr 1936 schätzungsweise über 17.000 Immigranten!) neue Impulse für die Bautätigkeit erwartet. Es kennzeichnet diese Zuversicht, daß eines der bekanntesten Werke der palästinensischen Metallindustrie, die »Nechushtan, Ltd.« in Tel Aviv, soeben durch Generalversammlungsbeschluß vom 14. Juni ihr Aktienkapital von 25.000 auf 40.000 £P erhöht hat, wobei der Plan einer weiteren Erhöhung auf 50.000 £P besteht. Palästina-Gründungen im Juni 1936* Die palästinensische Gründungstätigkeit, an der Zahl der amtlich neu registrierten Firmen gemessen, erhöhte sich im Juni 1936 gegenüber dem Vormonat um 34%, da insbesondere die Eintragung offener Handelsgesellschaften wieder stärker in Gang kam — was namentlich aus der Übersiedlung einer Abteilung des Jaffaer Distriktsgerichts nach Tel Aviv zu erklären ist, die ihr die Wiederaufnahme der regelmäßigen Funktion als Registerbehörde ermöglichte.

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