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Palästina · 1936-07-01 · Heft 7 (Juli 1936) · p. Seite 339

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 7 (Juli 1936)
Article
Die Genossenschaft-Organisationen Palästinas
Date
1936-07-01
Page
Seite 339 (sequence 11)
Language
German
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die organisatorischen und die finanziellen Zentralinstitutionen. Die erste Gruppe umfaßt fünf Revisionsverbände, von denen einer die bürgerlichen Kreditgenossenschaften, die vier anderen die Arbeitergenossenschaften, und zwar je einer die Kijeditgenossenschaften, die Produktionsgenossenschaften und die landwirtschaftlichen Genossenschaften vertritt. Zum Zwecke der Vereinigung aller Kräfte des Genossenschaftswesens und ihrer vollständigen Vertretung vor der Regierung und der jüdischen Bevölkerung wurde im Jahre 1932 der allgemeine palästinensische Genossenschaftsrat gegründet Während sich anfangs nur fünf Zentralinstitutionen beteiligten, hat sich seine Mitgliederzahl allmählich verdoppelt. Außer dem allgemeinen Genossenschaftsrat, der die Interessen der Genossenschaften vor der Regierung als eine von den Genossen gewählte Körperschaft vertritt, besteht seit dem Jahre 1933 ein jüdischer Genossenschaftsrat, der durch die Regierung ernannt wird; seine Funktion ist es, die Beamten des Genossenschafstregistrieramtes ständig in allen der Klärung bedürftigen Angelegenheiten zu beraten. Es ist zu erwarten, daß bei einer entsprechend hohen Entwicklung des arabischen Genossenschaftswesens ebenfalls ein arabischer Genossenschaftsrat beim Genossenschaftsregistrieramt eingerichtet wird, und daß damit auch eine günstige Voraussetzung für einen engeren Kontakt zwischen den arabischen und jüdischen Genossenschaften gegeben ist. Die zentralen Finanzinstitute der palästinensischen Genossenschaften sind: die Arbeiterbank, die Bank Serubabel und die Zentralbank der Genossenschaften. Die Arbeiterbank wurde vor 14 Jahren gegründet; ihr Gründungskapital setzte sich zusammen aus Einlagen der zionistischen Organisation und aus Anteilscheinen, die an die palästinensischen Arbeiter, an ihre Organisationen und an Freunde der Bewegung im In- und Auslande verkauft wurden. Man kann ohne Übertreibung sagen, daß die Arbeiterbank neben den nationalen Fonds die wirksamste Hilfe zur Entwicklung der neuen nationalen Siedlung geleistet hat. Der Wirkungskreis der Arbeiterbank hat sich aber nicht nur auf die Unterstützung der landwirtschaftlichen Ansiedlung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die übrigen Wirtschaftszweige, in denen die Arbeiter eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit entwickelt haben. Die Arbeiterbank pflegt keine Anleihen an Einzelpersonen zu geben, sie erblickt vielmehr in der zweckmäßigen Organisierung des Kredits an Arbeitergemeinschaften oder Arbeitergenossenschaften als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Das Kapital der Bank beträgt 120.000 £P. In den ersten zehn Monaten des Jahres 1935 gab die Bank Anleihen in der Höhe von 488.000 £P aus. Die größte Anleihe, die sich auf nahezu 110.000 £P belief, erhielten die Baugenossenschaften; ihnen folgen die Konsumgenossenschaften, und in beträchtlichem Abstand die landwirtschaftlichen Siedlungen und die Kreditgenossenschaften. »Serubabel« ist das zentrale Geldinstitut der bürgerlichen Kreditgenossenschaften. Ende 1934 gehörten ihm 31 Kreditgenossenschaften an, 16 davon waren in den Städten, 15 in den Siedlungen; bis zur Mitte des Jahres 1935 haben sich ihm noch drei Genossenschaften angeschlossen. Das Kapital der Gesellschaft setzt sich im Wesentlichen aus einfachen Aktien zusammen, die nur an die Kreditgenossenschaften verkauft werden. Die Inhaber dieser Aktien haben das Recht, an den Generalversammlungen teilzunehmen. Vorzugsaktien werden auch an Nichtmitglieder verkauft, aber diese Aktieninhaber erwerben nur das Recht auf Dividende. Ende 1935 betrug das eingezahlte Aktienkapital 8588 £P, der Reservefonds 816 £P. Die von der Bank an ihre Genossenschaftsmitglieder gewährten Anleihebeträge wachsen ununterbrochen. Im Jahre 1934 betrug die an die Genossenschaften ausgeglichene Summe 86357 £P gegenüber nur

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