Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1936)
- Article
- Die Genossenschaft-Organisationen Palästinas
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 338 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Mit den Mitteln der Zentrale der Arbeiterwohnstätten-Genossenschaften waren am 1. Juli 1935 in den drei größten Städten folgende Flächen erworben worden. Die Lage der Siedlungsgenossenschatten am 1. Juli 1935: Städte Zahl der Bauflächen Zahl der Häuser und Wohnungen Tel Aviv....... 2426 770 Haifa ........ 1005 1005 Jerusalem ....... 135 125 —— Summe . . . 3566 ~~~ ~~ 1900 In dieser Tabelle sind noch nicht eingerechnet: die Bodenreserve für 1300 Wohnungen im Süden Tel Avivs, sowie 1200 Einzelhäuser und die 2500 Wohnungsgemeinschaften und Häuser in Kirjath Chaim. Das in Boden und Bau investierte Kapital beträgt 675.000 £P; davon wurde der größere Teil, 355.000 £P, als Kredit von verschiedenen Banken und Institutionen zur Verfügung gestellt. Seit dem Jahre 1934 ist in den Wohnstättengemeinschaften das Genossenschaftsprinzip durchgeführt worden, das heißt das Eigentum wurde von den Einzelnen auf die Genossenschaft der Siedler übertragen. Im Jahre 1935 wurde die Gesellschaft für Arbeitersiedlungen »Shikun« als rechtsfähige Gesellschaft anerkannt, welche die juristischen Interessen der Arbeiterwohnstätten vertritt. Im selben Jahre wurde ferner eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum Bau von Arbeiterwohnungen in den Siedlungen gegründet. Ihr Ziel ist die Errichtung von Arbeiterwohnungen, die in jeder Hinsicht den Bedürfnissen des neuen Einwanderers entsprechen, der in den Siedlungen als landwirtschaftlicher Arbeiter leben will. Die Gesellschaft, deren eingetragenes Kapital 15.000 £P beträgt, kam durch das Zusammenwirken der Exekutive, der Jewish Agency und der Gewerkschaft der jüdischen Arbeiter Palästinas zustande. Wenn diese Gesellschaft auch nicht als Genossenschaft gegründet worden ist, so ist sie doch als die natürliche Ergänzung der großen Genossenschaft »Shikun« anzusehen und deshalb in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Hingegen verzichten wir auf die Aufzählung derjenigen Wohngenossenschaften, die sich diesen Namen nur aus formalen Gründen beigelegt haben. Bevor wir unseren Überblick über die Genossenschaftsarten in Palästina schließen, wollen wir noch auf die Baugenossenschaften und die Genossenschaften für öffentliche Arbeiten verweisen. Nachdem der erste Versuch baugenossenschaftlichen Wirkens vor vielen Jahren mißglückt war, hat die genossenschaftliche Tätigkeit auf diesem Gebiet erst in neuester Zeit wieder eingesetzt und sich nunmehr als sehr nützlich erwiesen. Diese Baugenossenschaft, die sich denselben Namen gegeben hat wie die erste Baugenossenschaft des Landes: »Solei boneh«, erhält zur Zeit sieben Büros, davon drei in den Städten Tel Aviv, Jerusalem und Haifa. Die Aufträge, die dieser Baugenossenschaft übergeben wurden, beliefen sich im Jahre 1935 auf 800.000 £P gegenüber 250.000 £P im Jahre 1933. Ihr Eigenkapital beträgt 55.000 £P, der im Jahre 1935 erzielte Reingewinn 25.000 £P, die Zahl der von ihr beschäftigten Arbeiter 2500. Eine besondere Arbeitszentrale hat die Aufgabe, für die Übernahme und Durchführung öffentlicher Arbeiten zu sorgen, die von der Regierung und den Stadtverwaltungen vergeben werden. 7» Die Zentralorganisationen der palästinensischen Genossenschaften« Anschließend wollen wir noch einen kurzen Überblick über die genossenschaftlichen Zentralinstitutionen Palästinas geben. Dabei sind zwei Hauptgruppen zu unterscheiden: