Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1936)
- Article
- Die Genossenschaft-Organisationen Palästinas
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 340 (sequence 12)
- Language
- German
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51.826 £P im Jahre 1933. In den ersten zwei Monaten des Jahres 1935 betrug die von Serubabel an die Genossenschaften ausgeliehene Summe 61.115 £P. Die Zentralbank der Genossenschaften ist keine genossenschaftliche Institution; sie wurde vielmehr durch den »Economic Board of Palestine« (London), durch die »Palestine Economic Corporation« (New York) und durch die »Jewish Colonisation Association« (Paris) zur Unterstützung der palästinensischen Genossenschaften gegründet. Die Bank erfüllt bereits seit 13 Jahren wichtige Funktionen in der palästinensischen Wirtschaft. Im Jahre 1934 lieh die Bank 335.739 £P aus, davon waren 66% kurzfristige Anleihen, die vornehmlich für landwirtschaftliche Zwecke verwendet wurden. Von den langfristigen Anleihen, die im Jahre 1934 117.672 £P betrugen, dienten 96% landwirtschaftlichen Zwecken. Während in früheren Jahren das für landwirtschaftliche Zwecke ausgeliehene Geld vornehmlich in der Orangenwirtschaft investiert wurde, gewinnen jetzt andere Zweige der Landwirtschaft: Geflügelzucht, Milchwirtschaft, Gemüsebau usw. unter den Kreditnehmern an Bedeutung. Die Bank hat ferner Kredite zur Durchführung genossenschaftlicher Wasserversorgung zur Verfügung gestellt, und in neuester Zeit hat sie den ihr angeschlossenen Genossenschaften Gelder zur Unterstützung der deutschen Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Sie hat ferner gemeinsam mit anderen Geldinstituten besondere Fonds geschaffen, die besonderen Zwecken dienen: so hat sie beispielsweise zusammen mit der Arbeiterbank einen besonderen Fonds zur Unterstützung der Produktionsgenossenschaften gegründet, der jetzt 12.000 £P beträgt. Die Anleihen, die die Zentralbank der Genossenschaften im Jahre 1934 gemeinsam mit anderen Geldinstituten bereitgestellt hat, beliefen sich auf 64.437 £P. Wir haben uns bemüht, in dieser Abhandlung einen auf Zahlen gestützten Überblick über den Stand des palästinensischen Genossenschaftswesens zu geben. Dabei haben wir die besonderen und in anderen Ländern wenig verbreiteten Genossenschaftsarten: der Kibbuzim, Kwuzoth und Genossenschaften der landwirtschaftlichen Arbeiter nicht in den Kreis unserer Betrachtungen gezogen. Unerörtert blieben ferner die soziologischen und die juristischen Probleme des palästinensischen Genossenschaftswesens, die den Rahmen dieser Abhandlung sprengen würden und einer besonderen Untersuchung bedürfen. Abschließend sei noch erwähnt, daß die Anglo-Palestine Bank im Begriffe ist, eine besondere Abteilung für Genossenschaftswesen zu schaffen; und es untersteht keinem Zweifel, daß sie ein wichtiger und nützlicher Faktor für die Entwicklung des Genossenschaftswesens werden wird. Zur Entwicklung der palästinensischsyrischen Handelsbeziehungen Von Dr* Alfred Marcus, Haifa. Ein kurzer Überblick zeigt die ungünstige Entwicklung der palästinensisch-jüdischen Handelsbilanz für Palästina. Vor allem die palästinensische Industrie, die ja fast ausschließlich jüdisch ist, hat allen Grund dazu, als Gesamtheit mit den Auswirkungen des bekannten Gegenseitigkeitsabkommens von 1929 unzufrieden zu sein. Es ist ihr von einigen, wenigen Ausnahmen abgesehen — nicht gelungen, am syrischen Markt festen Fuß zu fassen. Dagegen haben die syrischen Industrien am palästinensischen