Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1936-07-01 · Heft 7 (Juli 1936) · p. Seite 333

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 7 (Juli 1936)
Article
Die Genossenschaft-Organisationen Palästinas
Date
1936-07-01
Page
Seite 333 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379939-2379947-2408361--22992-2408538
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Fläche der dieser Genossenschaft angehörigen Plantagen umfaßt 28.311 Dunam; jJ^J die größten Pflanzungen sind in Ness-Ziona, Rechowoth, Petach-Tikwah und Chederah. Der Kapitalfonds der Genossenschaft beträgt 42.728 £Pt wovon 25.600 £P auf den Reservefonds entfallen. Die Genossenschaft »Jachin« wurde im Jahre 1925 gegründet, um wichtige Siedlungsaufgaben zu erfüllen. Ihre Hauptfunktionen bestehen in der Eroberung jüdischer Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in der Erschließung neuer Siedlungsplätze für den Mittelstand. Die Fläche der Zitruspflanzungen, die dieser Genossenschaft zur Bearbeitung unterstellt sind, beträgt 5775 Dunam, davon entfallen 4251 Dunam auf alte, 1524 Dunam auf neue Pflanzungen. Neben der Bearbeitung der Zitruspflanzungen übernimmt »Jachin« auch die Durchführung der Ernte und die Verpackung der Früchte. Die schnelle Entwicklung ihrer Tätigkeit auf diesem Gebiet beleuchten folgende Zahlen: In der Saison 1933/34 unterstanden »Jachin« nur 76.000 Kisten mit einem Werte von 10.380 £P zur Verpackung, hingegen im Jahre 1934/35 300.000 Kisten mit einem Werte von annähernd 45.000 £P. Die Entwicklung der Genossenschaft »Jachin«: Umsatz in Pflanzungen, Kapital und Jahresende Fläche in Dunam Arbeiterzahl Ernte und Verpackung Fonds (£P) 1927 135 80 8.044 1,500 1928 740 110 17.314 882 1929 1414 200 23.590 1.485 1930 2140 240 31.523 2.932 1931 2215 332 30.488 6.430 1932 2289 390 40.311 8.604 1933 4637 520 93.431 11.675 1934 5775 750 102.724 16.815 1935 5775 750 110.000 457.425 Die Genossenschaft hat ferner an der Errichtung von neun Siedlungen mitgewirkt: auf einer Bodenfläche von 4500 Dunam Pflanzungen wurden 200 Familien angesiedelt. Dank ihrer Initiative wurden ferner sechs neue Siedlungen auf Keren-Kajemeth-Boden errichtet; sie umfassen 3400 Dunam Boden, auf dem sich 280 Familien ernähren. Alle Siedlungen der »Jachin« sind nach dem Prinzip angelegt, den Flächenumfang für die einzelne Familie so zu bemessen, daß sie darauf eine gemischte Wirtschaft errichten kann, und der für Pflanzungen gewidmete Anteil nicht mehr als 50% beträgt. Die Gesellschaft »Nir« befaßt sich vornehmlich mit der Ansiedlung landwirtschaftlicher Arbeiter. Ursprünglich war sie als Genossenschaft gegründet worden; als sich aber mit der Erweiterung ihres Kolonisationswerkes die Möglichkeit bot, auch andere als die Arbeiterkreise und deren Institutionen an Kapitaleinlagen zu beteiligen, wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. An ihrem Wesen als Siedlungsgeseilschaft der Arbeiter hat sich dadurch nichts geändert, zumal den Aktionären, die nicht der Arbeiterklasse angehören, kein Einfluß auf die Tätigkeit der Gesellschaft zusteht. Das Gründungskapital war 75.000 £P; im Jahre 1935 betrugen Aktien- und Reservekapital 100.000 £P. Ferner legte »Nir« eine 15jährige, 4%ige Anleihe von 75.000 £P auf, die bis zum Ende des Jahres 1935 auf 100.000 £P erhöht wurde. Durch ihre Initiative ist die erste große, langjährige, nationale Anleihe an den Keren Kajemeth aufgebracht worden: eine 20jährige, mit 4% zu verzinsende Anleihe von 200.000 £P, die in Deutschland aufgelegt wurde.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.