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Palästina · 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 300

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 6 (Juni 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: Mai 1936
Date
1936-06-01
Page
Seite 300 (sequence 6)
Language
German
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300 Butter, Margarine, Käse stina ist jetzt wieder, und zwar mit ernsthafter Aussicht auf Realisierung, aufgegriffen worden, diesmal von einer ungarischen Gruppe, die sich auf die Allgemeine Kreditbank in Budapest stützt. Wie verlautet, soll die Raffinierie ihren Standort im Haifa- Bay-Gelände erhalten. Bei normalem Import und Umsatz zogen, im Zusammenhange mit der internationalen Entwicklung, Reis und Kakao auch in Palästina ein wenig an, während Kaffee sich etwas abschwächte und Tee die April-Notierungen beibehielt. Im palästinensischen Butter -Geschäft haben sich die Preise nach einer rasch vorübergegangenen, aus unbegründeter Knappheitsbesorgnis entstandenen Steigerung sofort wieder dem internationalen Normalstand angepaßt und demgemäß letzthin einen erheblichen Rückgang erfahren. Die in großen Mengen zuströmende litauische, lettländische und dänische Ware begnügt sich, bei ruhigem Geschäft, pro 50 kg loko gegenwärtig mit 5,100 bis 5,400 (Vormonat: bis 6.250) £P, je nach Qualität. Von australischer Ware kommt wenig herein, von österreichischer und argentinischer augenblicklich nichts. Die palästinensische Molkereibutter folgt mit ihren Preisen, in einer ihrer höheren Qualität entsprechenden Relation, der internationalen Tendenz. Das Margarine -Geschäft weist nichts Neues auf. In Käse ist Äuslandsware durch den Umweg über Haifa um etwa 2 bis 3% verteuert worden, während der einheimische Weichkäse nach wie vor ebenso billig wie reichlich auf den Markt kommt. Das arabische Inlandsei ist gegenwärtig völlig vom jüdischen Markte verschwunden. Die Hoffnung, den bisher von arabischen Firmen beherrschten Eier Konserven Textilwaren Import syrischer Eier in jüdische Hand zu übernehmen, hat sich inzwischen verwirklicht. Syrische Eier kommen jetzt wieder sehr reichlich herein, und heute fordern sie pro Kiste von 1440 Stück loko Tel Aviv nicht mehr als 3 £P, nachdem zuerst der Preis angesichts des Risikos (Überfälle auf Lastautotransporte) auf V/2 £P gestiegen war. In den nächsten Tagen werden syrische Eier in Schiffsladungen direkt nach Tel Aviv gehen. Türkische und ägyptische Eier bleiben gegenwärtig aus; ein Importversuch mit polnischen Eiern erwies sich nicht rentabel. Die einheimische jüdische Eierproduktion wird heute so rasch wie möglich ausgebaut; ihre Erzeugnisse erzielen je nach Größe —450 bis —,600 £P pro 100 Stück. Der Markt liegt sommerlich still. Das Warenangebot, hauptsächlich via Port-Said-Kantara, übersteigt bei weitem den Bedarf. Auf der ganzen Linie herrscht strikte Zurückhaltung. Die Lagerbestände sind sehr reichlich, so daß die jüdische Bevölkerung keinen Anlaß sieht, sich etwa für künftigen Bedarf überstürzt einzudecken, während anderseits die arabische Bevölkerung durch den Streik und Verdienstausfall an Kaufkraft wesentlich gelitten hat. Im Geschäft macht sich die übliche Sommerruhe geltend; jedoch ist Sandalenleder weiterhin gut gefragt. Die Umsätze in Bauholz bewegen sich im Vormonatsumfang. Im Anschluß an die internationale Notierung bröckelten die Preise etwas ab, durchschnittlich um —,100 £P pro Kubikmeter loko. Auf dem M ö b e 1 h o 1 z-Markt hat sich Sperrholz etwas befestigt und fordert heute bis zu 14J/2 (im Vormonat: bis zu 13J/£) £P pro Kubikmeter loko, da die polnische Produktion und Ausfuhr sich neuerdings vermindert hat. Da ein weiteres Anziehen nicht ausgeschlossen erscheint, macht sich flottere Kauflust geltend, zumal auch angesichts neuer Anregungen für die palästinensische Möbelindustrie, die man von der Einwanderung der nächsten Monate erwartet. In Baumstützen ist das Geschäft bei unveränderten Preisen nach wie vor befriedigend, sowohl für einfache Stangen als auch für Gabelstangen. Ledei Holz

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