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Palästina · 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 6 (Juni 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: Mai 1936
Date
1936-06-01
Page
Seite 301 (sequence 7)
Language
German
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Zement und Baukeramik Der Baumarkt hat in Tel Aviv und den größeren jüdi- 301 sehen Siedlungen jetzt allmählich wieder das Gepräge angenommen, das er unmittelbar vor den Araberunruhen hatte, während in Jerusalem und Haifa, speziell in deren nichtjüdischen Stadtteilen, der Normalzustand noch nicht zurückgekehrt ist. Es wurde schon erwähnt, daß es bereits gelang, die jüdische Selbstversorgung mit »Zif-Zif« und »Chazaz«, als Grundvoraussetzung normalen Fortschreitens der Bauarbeiten, zu sichern. Zement kommt bedarfsgemäß bei normalen Preisen herein, sowohl dank der einheimischen »Nescher«-Produktion, als auch im Import. War doch die erste Warenladung, die im neuen Hafen Tel Avivs eintraf, eine Sendung jugoslawischen Zementes! Auch mit Baukeramik verschiedenster Provenienz ist der Markt reichlichst versorgt. Der im Augenblick — bis zu der heute fieberhaft betriebenen Vollendung der Schwergut-Ladeeinrichtungen der neuen Tel-Aviver Hafenanlage — noch Eisen erforderliche Umweg über Haifa bedingt pro Tonne eine Verteuerung um rund —,300 £P. Das im April vorübergehend gesunkene Preisniveau hat daher einstweilen wieder die Märzhöhe erreicht. Angesichts dieser Sachlage kauft man im Augenblick nur soviel, wie es dem laufenden Bedarf entspricht. Dabei zog man auch die Tatsache in Betracht, daß die »IREG« auf ihrer letzten Zusammenkunft in Brüssel die Entscheidung über eine internationale Erhöhung der Eisen-Exportpreise zunächst vertagt hat. Da international heute der festeren Kupfer-Tendenz ein Nachgeben bei Zink, Blei und Zinn gegenübersteht, bekunden auch Nichteisenmetalle die palästinensischen Importeure bei ihren Abschlüssen auf Halbfabrikate (Barren, Stangen, Bleche, Röhren) starke Zurückhaltung, ganz abgesehen davon, daß man zunächst einmal das Ende der Unruhen abwarten muß, da verschiedene Verarbeitungsbetriebe in unsicheren Stadtteilen liegen und deshalb zum Teil feiern müssen. Indessen ist die Grundstimmung in der Metallindustrie ausgeprägt zuversichtlich, da die Regierung ihren Willen zur Aufrechterhaltung der Immigration nunmehr in aller Klarheit durch die neue Zertifikats-Bewilligung kundgegeben hat. Palästina-Gründungen im Mai 1936« Infolge der durch die Araber-Unruhen bewirkten Stockungen des Wirtschaftslebens und des Behördenbetriebes gestaltete sich die palästinensische Gründungstätigkeit im Mai 1936 äußerst unregelmäßig und blieb, was die Zahl der amtlich neu registrierten Firmen betrifft, gegenüber dem Vormonat um 31% zurück. Erwähnt sei, daß in nicht ferner Zeit, falls ein im Berichtsmonat veröffentlichter Gesetzentwurf durchgeführt wird, das palästinensische Handelsrecht um eine neue Unternehmungsform bereichert werden dürfte, nämlich die »Private Company«, die etwa der mitteleuropäischen »Gesellschaft m. b. H.« entsprechen würde. April Mai Amtlich publizierte Firmen-Eintragungen: ^930 Eintragungen Genossenschaften (»Co-operative Societies«)..... 16 9 Aktiengesellschaften (»Companies«)........ — 28 Offene Handelsgesellschaften (»Partnerships«) .... 56 13 Kommanditgesellschaften (»Limited Partnerships«) . . — — Firmeneintragungen insgesamt.......... 72 50 Unter den neuen Genossenschaften des Berichtsmonates befanden sich 8 jüdische Gründungen, und zwar 2 landwirt- Genossenschaften

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